Halt Stopp – nicht so voreilig

22 Stunden bevor unser Housesitting in Perth endete, hatten wir Max the T-Rex vor der Haustüre. Trotzdem war es zu spät. In dieser Frist liess er sich unmöglich für unsere geplante Rundreise vorbereiten. So verbrachten wir die darauffolgende Woche in unterschiedlichsten Airbnb’s. Jedes Mal buchten wir zu optimistisch (zu kurz) und mussten dann doch unsere Abreise noch einmal verschieben (dabei war die momentane Unterkunft natürlich jedes Mal aufgrund anderer Buchung nicht verlängerbar). Wir liessen uns nicht beirren, warteten am Strand bis die nötigen Teile zur Verstärkung des Chassis geliefert werden, bauten dann unser Dachzelt drauf, liessen uns von der Nissan Garage übers Ohr hauen und Daniel baute eine Rückfahrkamera ein. Das ist bestimmt keine fröhlich’sche Spielerei. Jetzt traut sich auch Yasmin, rückwärts beim vollen Supermarkt mit unserem massigen Karren auszuparkieren. Die Mühe war es allemal wert! Schaut euch unseren tollen Begleiter an!

Dann kam der Tag…

…an dem wir uns mit etwas anderem als unseren Max beschäftigten. Frühmorgens ginges zum Hafen und trafen auf ein aufgewecktes, durchgehend braungebranntes, langhärig und blondes Team (wer jetzt nur an weibliche Mitglieder denkt, unterschätzt die Haarlänge von australischen Männern 😉). Sie nahmen uns mit in die Bucht und gemeinsam suchten wir den Horizont nach Delfinen ab. Wir hatten so Glück, nach nur einer kurzen Fahrt fanden wir ein grosses Gruppe entspannt verweilen. Schnorchelbrille auf und rein ins Wasser. Wir hielten uns gegenseitig am Gürtel und der Guide zog etwa acht Personen mit seinem Unterwasserscooter zu den wildlebenden Tieren. Oft erhaschten wir nur einen kurzen Blick, da der Scooter nicht mit dem Tempo der Delfine mithielt. Dann hiess es zurück aufs Boot, bis wir wieder genug nahe für den nächsten Schwumm waren. Rufe des Entzückens gehörten bei jedem erneuten Eintauchen dazu. Bei dieser Tour handelt es sich um freilebende Tiere, die ganzjährig in der Bucht von Rockingham leben. Sie werden nicht angefüttert oder bedrängt. Sie könnten jeder Zeit wegschwimmen. An diesem Tag hatte die Bande aber grosse Lust ihren menschlichen Besuchern eine Show zu bieten. Vor allem die Jungs waren verspielt und rangelten miteinander.

Das Nomadenleben im Südwesten

Dann war aber definitiv genug Zeit verstrichen und unser Abenteuer Van-Life startete. Häufig fahren wir eine 150 Kilometerstrecke und nehmen uns dabei Zeit für die Sehenswürdigkeiten. Am Abend richten wir uns dann irgendwo gemütlich ein und so verbringen wir jede Nacht wo anders.

So kams, dass wir in kürzerster Zeit auf einem Steg liefen, der genug lange für eine Zugfahrt ist; wir die zweit höchste Baumart der Welt gesehen haben; auf Felsen mit spektakulärer Aussicht kletterten, im hellblauem Meer mit weissem puderzuckersand badeten und Kängurus beim Entspannen an einem der besagten Strände beobachteten.

Seltene australische Tierwelt

Danach ging es ein weiteres mal über den Eyre Highway, dieses Mal fuhren zurück an die Ostküste. Die Fahrt durch die baumlose Ebene scheint karg und eintönig, doch Yasmin entdeckte etwas: „Ein Kamel!“ Nein, es ist ein Baum! Nein, doch ein Kamel!!“ Daniel reagierte unmittelbar und stoppte am Strassenrand. Es war definitiv kein Baum, den Yasmin da stehen sah. Wir haben es tatsächlich geschafft, ein australisches Kamel zu sehen. Bei unserer ersten Nullabor-Überquerung wurde uns noch von Einheimischen gesagt, dass es eher unwahrscheinlich sei. Was für ein Geschenk!

Einladung an dich persönlich

Super zufrieden sind wir mit unserem Awning- Zelt. Im Moment nutzen wir es als Küche, Esszimmer und Schutz vor den tausend Fliegen. Aber es kann noch mehr. Es wäre ein gemütliches Gästezimmer! Hast du Urlaub und weisst noch nicht wohin? Dann pack dein Camping-Zeug und flieg zu uns nach Australien! Ja der Weg ist weit, aber wann braucht man schon keinen Mietwagen hier? Jetzt ist deine Chance. 😎 Und sonst sehen wir doch hoffentlich in unserem nächsten Blog wieder!

12 Replies to “Endlich beginnt unser Roadtrip – Von Perth nach Esperance”

  1. Hallo ihr beide wie gehts es daniel unnd dir danke fur die schöne bilder geniest es da im australien ohne buschfeuer ja bei uns ist kein schnee im sicht darum schicke euch liebe grüsse ich euch beide lieb ovi

    1. Uns geht es gut! Wir geniessen es sehr. Das Bett immer dabei zu haben ist sehr praktisch! Wie geht es dir? Ja dieses Jahr gab es überhaupt keinen Schnee für die Schweiz! Wieso sind wir überhaupt ins warme geflohen?! 🤣

  2. Mega schöni Bilder! Und sowieso so schöni Sache und Tier, wo ihr gseh hend! Isch aso seehr es verlockends Agebot mitem Gästezimmer, woner abüted. Leider leider chönd mir das nid anäh :-(^^ Wünsch eu wiiterhin e gueti Reis und viel cooli Erlebnis mit euem Van!

  3. Wow ihr zwei Lieben soooo tolle australische Bilder 😍👍Weiterhin wünsche ich euch eine wunderbare Reisezeit in Australien 🇦🇺 Love Gaby

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .