Vorwiegend haben wir ein gemütliches Leben in Perth geführt. Nach dem wir es uns in der erste Woche in einem Zimmer im Stadtzentrum einnisteten, genossen wir es danach, ein ganzen Haus für uns zu haben. Wir passten auf zwei kleine Dackel auf und im Gegenzug wohnten wir gratis bei unseren Gastgebern, während sie ihre Weihnachtsferien im Ausland verbrachten. Spazieren gehen, zum Strand fahren und vor allem ein Auto suchen stand auf unser To-Do-Liste. Auch wenn wir die letzten vier Wochen eher sesshaft waren, gibt es einige Fotos, die wir euch nicht vorenthalten können.

Auf dem letzten Bild siehst du einen 750 Jahre alten Affenbrotbaum. Ursprünglich stand er in der Kimberley Region. Er wurde die 3200 Kilometer nach Perth in den Kings Park transportiert, weil an seinem ursprünglichen Ort nun eine Strasse durchführt. Es sei der längste Transport über Land eines Baumes mit vergleichbarer Grösse. Die Löcher sind Schäden an der Rinde, die während auf dem Transport im Jahr 2008 entstanden sind. Ein Heilungsprozess ist aber sichtbar.

Bei dem blauen Bootshaus lief Daniel schon vor sieben Jahren vorbei. Er war mit seiner Englisch-Klasse dort und als einziger machte er ein Foto. Heutzutage, steht man an, um ein Foto zu kriegen.

Heirisson Island befindet sich zwischen unserem Haus und dem Stadtzentrum. Es ist eine kleine Insel inmitten des Swan Rivers. Es hat sich mehr als gelohnt, dort einmal auszusteigen. Auf der Insel gibt es ein abgesperrtes Gebiet, in dem Kängurus beheimatet sind. Anscheinend wissen das nicht einmal alle Einwohner von Perth, viele halten es für ein Gerücht.

Wir wissen, dass Australien häufig bei euch in den Medien ist. Deshalb möchten wir hier ein paar Zeilen dazu schreiben. Berichtet wird vor allem über die grossen Brände und die Hitzewelle an der Ostküste. Hier in Perth kletterte das Thermometer nur die ersten Tage über die 40° C Grenze, danach wurde es deutlich angenehmer. Wir haben von keinen grösseren Bränden an der umliegenden Küste gehört. Im Norden ist momentan „Wet-Season“, starke Regenfälle und Überflutung prägen in dieser Jahreszeit die Regionen ab Broome (2’200km entfernt von uns). Somit sind auch viele Strassen und Nationalparks gesperrt. Aus diesem Grund war unser Plan von vornherein, wieder zurück in den Süden zu fahren. Von da führt als einziges der Eyre Highway zur Ostküste. Vielleicht kommt dir der Strassennamen von unserem vorgängigem Bericht bekannt vor. Ab Weihnachten war dieser einzige Weg zwischen West- und Südaustralien aufgrund von Buschfeuer für zwölf Tage geschlossen. Wir hoffen, dass er in näherer Zukunft offen bleibt und wir unbeschwert nach Melbourne gelangen. Bitte helft mit, für dieses Land zu beten. Die Brände können nur enden, wenn es endlich in den betroffenen Gebiete wieder einmal richtig regnet!

sonnenuntergang_skyline

Festtage weit weg von Zuhause

Leider sahen wir keinen Weihnachtsmann mit Surfboard und Flipflops, denn trotz den sommerlichen Temperaturen ist dieser hier dick eingepackt. Abgesehen von dem, war unsere Weihnachten doch ganz schön anders. Der Familienfeier wohnten wir per Skype bei. Es war zwar ungwöhnlich, doch trotzdem fühlten wir uns dazugehörig. Danke habt ihr da mitgemacht, wir lieben euch! Für Weihnachtsstimmung sorgte auch das Backen von Weihnachtskekse und die besinnlichen Lieder in den Gottesdiensten.

Silvester verbrachten wir im Haus. Einer der Hunde wurde übel und wir wollten die Situation lieber beobachten. Es stellte sich heraus, dass dieser Schlingel unsere Dreckwäsche angeknabbert hat und ihm das Bauchweh bereitete. Polly blieb aber nicht die einzige mit Bauchweh. Seit wir in Melbourne waren, klagt auch Daniel wieder häufiger über Übelkeit und so auch in dieser Nacht. Wir sind froh, wissen wir mittlerweile, welche kurzfristigen Massnahmen wir ergreifen können. Der Wunsch nach vollständiger Genesung bleibt.

Highlight des letzten Monats – Rottnest Island

In bester Erinnerung werden wir unseren Ausflug nach Rottnest Island behalten. Vor allem die Bewohner der Insel haben unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Unsere Sorge, dass wir ihnen nicht begegnen, war vollkommen unberechtigt. Es wimmelt nur so von Quokkas! Mit der richtigen Perspektive sieht es so aus, als ob sie lächeln. Daher sind sie ein heiss begehrtes Fotosujet!

Doch die kleinen Schnüggel blieben nicht die einzige Sehenswürdigkeit. Wir mieteten ein Fahrrad und entdeckten die Insel auf zwei Rädern. Die Buchten sind wunderschön und im türkisblauen Wasser direkt am Strand fanden wir einen Stachelrochen. Doch da wir einmal falsch abgebogen sind, fuhren wir länger als gewollt durchs Innere der Insel und hatten schlussendlich keine Zeit mehr zum Baden. Der Umweg hat sich trotzdem gelohnt. Wir kamen nicht nur beim Leuchtturm vorbei, sondern auch am pinken Salzsee! Da vergassen wir das Baden und genossen den Blick auf etwas so Wunderschönes!

Die grosse Frage

Was für ein Auto haben wir gesucht und wurden wir fündig?

Durch Australien möchten wir einen Roadtrip machen. Ein eigenes Auto gibt uns die Freiheit, spontan entscheiden zu können, in welche Richtung wir fahren und wo wir unsere Reise beenden. Wir können an Orten länger bleiben oder zügig weiterreisen. Ein Mietauto schränkt da schon ein bisschen ein, weil dann der Abgabeort und die Dauer schon festliegen. Wir haben insgesamt sechs Autos angeschaut und wurden fündig. Wir freuen uns, euch unseren neuen Reisebuddy vorzustellen: Max the T-Rex!

4 Replies to “Hundesitting in Perth über die Weihnachtstage”

  1. yasmin und daniel
    mit was hast du känguru bestochen?????????
    da sie kein angst zeigen und vor allem die kleine im beutel
    ich wünschen euch beide mit t-rex gute fahrt en hoffe auf schöne bilder danke ich hab euch beide lieb ovi

    1. Danke Ovi für deine lieben Wünsche! Die Kängurus haben wir mit unserem Charme bestochen 😉 Ich glaube, die sind sich einfach Menschen gewöhnt, da sie mitten in der Stadt leben.
      Auf gute Bilder hoffen wir auch. Im Moment warten wir noch auf ein Ersatzteil, damit es dann endlich losgehen kann.
      Liebe Grüsse und eine Umarmung
      Yasmin

  2. wow…Känguru Babys grad bi de Stadt…So herzig. No lustig, dass lüüt us de Stadt denket es sei es Grücht…i wär scho lang go luege gange 😉
    Also die fröhliche Quokkas sind scho herzallerliebst…da wör i no glatt als Huustier neh.
    I has sehr schön gfunde mit eu wenigstens über Skype chöne Wiehnachte fiire…die hütig technik isch scho unlgaublich
    I wünsch eu uf de Reis mit em T-REx viel Abentüür, Gsundheit und Schutz
    Kuss und umarmig
    Simi

    1. Hallo Simi
      So schön, dass du üs treu Kommentär schriibsch <3
      Anschiinend sinds go luege gange, hends aber nöd gfunde. Will sich d'Kängurus halt dä Tag durch unter de Bäum verstecket. Aber ob da au würkli stimmt oder nur es Grücht isch, wüsset mir nöd.
      Jo d'Quokkas sind so knuffig. Mir würdet au glatt eins mitneh. Leider sind Plüschtierli nöd ganz so knuffig wie d'Orginal!
      Dicki Umarmig zrugg <3

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