Gefühls-Check bei erneuter Abreise

Euphorisch, abenteuerlustig und total aufgekrazt waren wir beim grossen Abreise im Januar am Zürcher Flughafen. Wir wollten so viele wie möglich noch einmal umarmen und den Abschied gross zelebrieren. Es erwarteten das Abenteuer unseres Lebens. Die Möglichkeiten waren grenzenlos und wir fühlten uns so frei wie noch nie. Die Glücksgefühle sprudelten seit Monaten nur so über. Die Ernüchterung folgte im Sommer bei der frühen Rückreise ins Heimatland. Wir kämpften mit der Enttäuschung, die Reise abgebrochen zu haben, aber auch mit der Unsicherheit, ob und wie wir Daniel wieder fit kriegen. Wir sind dankbar für Familie und Freunde, die unseren Aufenthalt bereichert haben. (Ihr seid Goldschätze und wir werden euch noch mehr vermissen!) Praktisch jeden Tag schaute Yasmin die Flugpreise nach und das Fernweh schmerzte so richtig. Bis irgendwann im Spätsommer unser Hausarzt grünes Licht gab. Da Daniel fleissig zunimmt, der Reizdarm unter Kontrolle ist, können wir problemlos im Herbst weiterreisen. Durch Yasmins ständige Recherche wussten wir genau, wohin wir als erstes wollen und wie der Weg dorthin am einfachsten zu meistern ist. Doch unsere Buchung schoben wir vor uns her. ‚Was wenn es wieder gleich wird?‘ Diese Gedanken machte sich vor allem in den letzten Tage vor der erneuten Abreise breit und sorgten für Bauchschmerzen. Diese Unsicherheit begleitet und bis heute und wird auch wohl für länger ein Teil unserer Gefühswelt bleiben. Trotzdem möchten wir unseren Traum der Weltreise nicht aufgeben und sammeln all unseren Mut für einen zweiten Versuch zusammen. Wir vertrauen darauf, dass wir nicht tiefer als in Gottes Hände fallen können. Momentan wissen wir noch nicht genau, wohin und wie lange diese Reise geht. Wir klimatisieren uns am am anderen Ende der Welt langsam an und schauen was die Darmflora dazu meint, wieder auf Achse zu sein. Danke, dass auch du wieder an Board bist, unsere Reise über diesen Blog weiter verfolgst.

Wir haben in den ersten zwei Tagen schon genug erlebt für einen ersten Bericht!

Sightseeing rund um das Hafengebiet

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42 Stunden nach dem wir die Schweiz verlassen haben, begrüsste uns das Wahrzeichen von Sydney direkt beim Landeanflug. Wir haben das Opera House schon auf tausend Bildern gesehen, aus verschiedenster Winkel und trotzdem war es etwas ganz Besonders für uns. Endlich sind wir da, wohin sich unser Herz gesehnt hat. In einem Land, in dem Koalas und Kängurus nicht nur Geschichten sind, sondern es noch ausgefallerene Tiere gibt, wo sich Meer und Metropole küssen und das grosse Outback auf uns wartet.

So ist es nicht verwunderlich, zog es uns am nächsten Tag näher zu diesem Gebäude. Wir schlenderten immer wieder daran vorbei und tragen nun dazu bei, dass die Kulisse des Sydney-Hafens zu Australiens meist fotografiertesten Plätzen gehört. Ebenso fasziniert waren wir vom Park der direkt an den Fährenhafen anschliesst. Es zwitschert ringsum und ohne gross Suchen zu müssen, entdeckten wir exotische Vögel. Erfürchtig wisperten wir uns zu, dass wir nicht einmal im Regenwald des Cuyabeno Rerservats so viele Vogelstimmen wahrnahmen. Aber vielleicht war das auch übertrieben.

Kurz vor Sonnenuntergang war die Stimmung malerisch. Da wir unser Stativchen Zuhause vergessen haben, fragten wir eine Passantin, ob sie ein Foto von uns machen würde. Keine gute Idee, wie sich herausstellte. Ihr glitt unsere kleine Alleskönnerin aus den Händen, mitten aufs Objektiv, das sich jetzt nicht mehr schliessen lässt. Ob es repariert werden kann, wird sich ends Woche zeigen. Glück im Unglück, sie hätte ja auch ins Wasser fallen können.

Unser erster Bush-Walk

Direkt hinter unserem Haus ist ein Nationalpark. Zugegeben, er ist nicht der grösste und geht mitten durch die Wohnquartiere. Trotzdem sichteten wir hier schon ganz viele heimische Tiere. Kann uns nochmals jemand sagen, warum wir keine Biologen sind?

Streichelzoo ganz anders

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Wie viele Koalas siehst du?

Natürlich ist es aufregender, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu entdecken und so Gott will, werden wir das. Wir wollten aber die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, und besuchten die exotische Tierwelt im Featherdale Park. Es war für Yasmin das Paradies auf Erden und ihre Augen leuchteten noch mehr als das Stern-Augen-Emoji von Whatsapp. Bei jeder Fütterung standen wir in der vordersten Reihe (nur Kinder liessen wir selbstverständlich vor) und hörten den Tierpflegerm aufmerksam zu. Wir geben euch gerne unser frisch erworbenes Tierwissen weiter:

penguin

Wir sahen die kleinsten Pinguine der Welt zum dritten Mal. In Neuseeland heissen sie „blue penguins“, da ihr Fell leicht bläulich ist. So haben sie in der australischen Sonne nicht ganz so heiss und sind erst noch gut getarnt im blauen Ozean.

echidna

Der Ameisenigel ist nebst den Schnabeltieren das einzige Säugetier, das Eier legt. Sie haben nicht wirklich einen Beutel. Die Mami klemmt das Ei oder das frisch geschlüpfte Puggle zwischen ihrer Bauchfalte ein. Bei Gefahr gräbt sich ein Ameisenigel ein, so das nur noch die unappetitlichen Stacheln zu sehen sind. Nur Dingos können mit ihrer beweglichen Pfote das Tier ausgraben und angreifen.

bilby

Der Bilby ist nachtaktiv und dementsprechend wurde unser Bild dunkel. Dieses Kerlchen übernimmt in Australien die Rolle des Osterhasens, damit ein einheimisches Tier Beliebtheit und somit mehr Schutz gewinnt.

wallaroo

Was ist ein Wallaroo? Jedenfalls keine Mischung zwischen Wallaby und Känguru, sondern eine dritte Gruppe. Was sie genau unterscheidet, konnten wir leider nicht rausfinden. Es sehen doch auch alle gleich aus. Aber vielleicht finden wir jemand, der uns das erklärt.

Aber das schönste war, dass man viele Tiere berühren durfte und manche sogar füttern. Die Koalas schlafen 20 Stunden am Tag, so war es nur erlaubt den Po zu streicheln. Daniel erzählte mir immer, dass diese kuscheligen Tiere stinken. Ich habe extra daran geschnüfelt und es roch nicht allzu stark. Es wurde wohl fürs Shooting gewaschen.

koala_foto
känguru_füttern

Was steht noch an?

Wir werden noch ein paar Tage hier verbringen und in dieser Zeit entscheiden, wohin wir als nächstes gehen und dementsprechend, wie lange unsere Reise dieses Mal dauert.

8 Replies to “Weiter geht’s – Akklimatisieren in Sydney”

  1. Hallo ihr 2, danke ihr Lieben, dass es wieder weiter geht mit den wunderschönen Bilder und die interessanten Berichte. Dany, gib gut acht auf deine Gesundheit und geniesst jeden Tag bei den Aussis. Ganz liebe Grüsse von Oma und Opa

  2. Danke ihr Lieben für diesen tollen Bericht. Kaum angekommen und bereits soviel erlebt! So ein tolles Land mit einer unglaublichen Vielfalt von speziellen Tieren 🐧🐼

  3. Ja er hat einen neuen Namen bei uns. Crocodile Danny Spass beiseite, wir wünschen Euch viel Spass, freuen ins auf den nächsten Bericht. Seid lieb gegrüsst Urs und Anita

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