Mount Field Nationalpark

Abends kamen wir an, die perfekte Zeit um nach Glühwürmchen zu suchen. Denn hier ist einer der wenigen Orte, an dem sie ausserhalb einer Höhle wohnen. Die Dunkelheit inspirierte uns, mit der Kamera und unseren Taschenlampe zu spielen.

Damit Daniel die Einstellungen für das gemeinsame Foto richten konnte, stand Yasmin Modell. Doch zum eigentlichen Foto kam es nie. Ein älterer Herr suchte die Glühwürmchen ebenfalls und trat aus dem Dunkeln. Den Schreck, der sein plötzliches Erscheinen uns eingejagt hat, nahm die Kamera zufälligerweise auf. Darauf kassierten wir einen Zusammenschiss, was wir hier für ein Theater anstellen. Unser Konter: Kein Wunder, ist ja überhaupt nicht creepy, mitten im Wald aus dem Dunkeln aufzutauchen ohne freundliche Grüssung als Vorwarnung.

Die Sonne zeigt uns den Weg

Wieder einmal mehr, folgten wir nicht unseren Plänen sondern der Sonne. So blieben wir länger als geplant um Hobart, schauten uns das Kunstmuseum MONA an (es war zwischendurch echt eklig mit der Kunst die Kacke herstellt, aber einzelne Dinge wie das Sprechrohr nach aussen waren auch nett.) und gingen ein weiteres Gefängnislager in Port Arthur anschauen.

Auf Sarah Island hörten wir ja, dass sich die Gefangenen gegen die Umplatzierung nach Port Arthur weigerten. Es sei noch viel schrecklicher da. Bei der Führung klang aber alles die längste Zeit ganz nett. Sie hatten Arbeit, gutes Essen und wer wollte konnte sich Weiterbilden.  Bis sie uns das ‚Silent Prison‘ zeigte. Wenn ein Gefanger noch einmal straffällig wurde, war das die nächste Station. Masken waren Pflicht, man wurde nur noch bei seiner Zellennummer genannt, sprechen war verboten, keinerlei soziale Interaktionen waren toleriert. Man war ein niemand. Du denkst, schlimmer gehts nicht mehr? Wer gegen die Regeln verstiess, wurde in die Kammer mit Wasser und Brot, hinter vier dicke Türen ohne Fenster gespert. Kein Geräusch und kein Licht kommt durch, glaubt uns, wir waren drin. Was denkst du, wie lange hälst du das aus? Diese Strafe konnte bis zu einem Monat verhängt werden! Psychische Erkrankungen waren als Folge alltäglich.

Bruny Island – Da müssen wir umbedingt hin!

Die tierischen Bewohner der vorgelagerten Insel lockten uns an. Wir nahmen uns vor, genügend Zeit für die Suche einzuplanen. Das stellte sich als überflüssig aus. Die weissen Albino-Känguru tummeln sich mit all den anderen im kleinem Dörfchen umher.

Die restliche Zeit nutzten wir, um ein paar Wanderungen zu machen und ach ja, Pinguine haben wir auch wieder gesehen.

Maria Island – Tierliebhaber Paradies

Wir hatten noch nicht genug über die Geschichte der Zeiten von Gefangenenlager gehört und beschlossen, eine Nacht auf so einer Insel zu bleiben. Wir nahmen unsere Schlafsäcke und packten genug Essensvorräte ein und liessen uns in einem Gefängnisszimmer auf Maria Island nieder.

Nein Quatsch, die Schlafmöglichkeit war ein notwendiges Übel die unberührte Natur hier zu erleben. Die Chance einen freilebenden Tasmanische Teufel zu begegnen ist in ganz Tasmanien verschwindend klein. Die Tiere sind auf der grossen Insel stark bedroht und leiden häufig an einem Geschwür. Die grösste aber trotzdem geringe Chance, doch noch einem zu begegnen hat man bei einer Übernachtung auf Maria Island. Hier wurden gesunde Tiere ausgesetzt, um das Überleben ihrer Art zu sichern. Auf den Rat hin der Rangers, kochten wir kurz vor dem Eindunkeln unser mitgebrachtes Abendessen in unserer mitgebrachten Pfanne in der Freiluftküche. Wir nahmen uns extra viel Zeit. Jeder vorbeihuschende Schatten wurde genau wahrgenommen, Opossums und Kängurus waren auf Nahrungssuche. Bis ein „Opossum“ Daniel besonders nahe an den Füssen vorbeischlich. Halt mal, buschiger Schwanz, spitze Schnauze, stämmige Beine und ganz schwarz. Im einem Moment realisierten wir, das wir jetzt einen Tasmanischer Teufel anleuchten und im nächsten sprang er vom Rotlicht geblendet weit über alle Berge. Wir blieben doch noch ein Weilchen wach, hatten aber keine weitere Begegnung.

Unsere To-Do-Liste für Tasmanien ist somit abgehackt:

✓ freilebende Wombats sehen
✓ freilebendes Schnabeltier sehen
✓ weisses Känguru sehen
✓ freilebender tasmanischer Teufel sehen
✓ einen Hut kaufen 🙂

Die restliche Zeit können wir die Strände, die zu den zehn schönsten der Welt zählen, geniessen und unsere Wanderschuhe noch einmal richtig ausnutzen.

2 Replies to “Wunderschöne Naturwelten am Ende der Welt”

  1. Hallo Ihr Zwei! Wir haben wieder eimal Euere Reise verfolgt. Wunderschön und man könnte Euch schon beneiden. Wie zahm sind denn die Känguruhs? Habt Ihr schon welche getroffen, die sich streicheln liessen? Geniesst die virenfreie Welt dort unten. Hier spinnen sie und kommt darum nicht so schnell heim. Wir wünschen Euch weiter genussvolle Tage. Bhüet Eu Gott – und liebe Grüsse von den ……….Engelburger Gosseltern

  2. Hallo iihr beide
    Was hast du mit t rex gemacht
    Danke für die schöne bilder
    Gibt es albino kanguru wiie im bilder zusehen danke yasmin und daniel liebe grüsse von nass kalte schweiz grüss. Ovi💕💎⛑

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