Täglich steigen wir in unseren Suzuki Jimney und entdecken mit ihm Costa Rica. Manchmal dauert die Fahrt wenige Minuten bis zum nächsten Strand oder wir schlängeln uns um die Schlaglöcher bis ins Landesinnere. Es fühlt sich aber in beiden Fällen gut an, weder auf Busse noch Taxis angewiesen zu sein. Bei den Strassenverhältnissen ist der 4×4 Antrieb wirklich praktisch. Wir haben nie Angst, stecken zu bleiben. Auch wenn wir durch einen Fluss fahren. Aber wir sehen auch viele normale Autos, anscheinend klappt das auch.

Playa Blanca mit Sonnenuntergang

Hier in Costa Rica gönnen wir uns manchmal auch ein Strandtag. Da gibt es nicht viel zu erzählen, aber das Bild gefällt uns.

Monteverde Nebelwald

Unser längster Ausflug führte uns in den Nationalpark Monteverde. Damit wir auch sicher genug Zeit vor Ort haben, standen wir um 4 Uhr morgrns auf! Wir lasen noch, dass die Temperaturen nachts unter 20° C sinken und konnten uns dass beim besten Willen nicht vorstellen. Doch tatsächlich können wir in diesem Land trotz langen Hosen und Jacke frieren!

Der Park ist von allen Parks, die wir besucht haben, der mit den meisten Touristen. Die Wege sind gut ausgeschildert und alles macht einen super gepflegten Eindruck. Wir verbrachten die erste Stunde im Café Colibri. Yasmin konnte den Finger nicht vom Auslöser nehmen.

Direkt beim Eingang machten Brüllaffen Siesta. Ich konnte mein Handy jeweils aufs Fernrohr des Guides legen, deswegen sehen die Bilder aus, als ob wir ganz nahe standen.

bruellaffe_monteverde
Brüllaffe Monteverde

Keine fünf Minten später fandem wir einen männlichen Quetzal Vogel. Je nach Lichteinfall verändern sich seine Farbe und seine Schwanzfedern können bis zu einem Meter lang werden. Ein sehr fotogener Vogel. Kein Wunder reisen alle extra an, um ihn zu sehen.

Das Weibchen sass nicht weit davon. Sie leben ein monogames Leben. Treffen sich jedoch nur während der Brutsaison, um ihre zwei Küken gemeinsam aufzuziehen. Sobald diese genug gross sind, teilen sich die Jungen auf und ihre Wege trennen sich für den Rest des Jahres.

quetzal_weibchen
Quetzal Weibchen

Wir machten halt auf unserer Wanderung, um Pilze anzufassen, sie fühlten sich an wie Gelee. Der Guide zeigte uns einen hohlen Baum. Ich konnte sogar meine Hand hineinhalten, um vom innern ein Foto zu schiessen. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich um einen Parasiten. Er begann oben an einem Baum zu wachsen, bis die Wurzeln den Boden erreichen. Er wächst weiter, immer dicker und stärker. Solange bis der ursprüngliche Baum abstirbt und der jetzt hohle Parasit seinen Platz eingenommen hat.

Ein weiteres Mal hielt der Guide an, und suchte mit seinem Fernglas einen Baum intensiv ab. Dort wohne eine Schlange, sie sitze aber nicht an ihrem gewohnten Platz. Schlussendlich konnte er sie mit seinen Adleraugen finden. Schaut euch das Bild an, seht ihr sie?

unsichtbare_schlange

Nein es handelt sich nicht um ein kleines Schlänglein. Sie ist etwa 1.5 Meter lang und giftig. Sie hat drei Arten, zuzubeissen. Beim Fressensbiss dossiert sie ihr Gift entsprechend der Grösse ihrer Beute. Sie hat ‚Sensoren‘ neben den Nasenlöchern um das einschätzen zu können. Wow, ich finde das klingt irrsinnig! Beim Verteidigungsbiss setzt sie all ihr Gift ein. Es geht schliesslich um ihr Leben. Doch wenn du Glück hast, hat sie ihr Gift kurz vor dem Biss aufgebraucht und keines mehr übrig. Dann bleibt ihr nichts übrig als einen giftlosen Biss durchzuführen. Aber das sei wie ein Sechser im Lotto. So jetzt die Auflösung, wo man ein bisschen Schlange sehen kann.

monteverde_schlange

Der Weg endet an einem Wasserfall, dieses Mal wirklich ungeeignet zum Baden. Aber trotzdem schön zum Fotografieren.

Beim Rückweg zeigt er uns noch einen Mörderpilz. Er tötete die ausruhende Wespe und wenn du genau, siehst du, wie er jetzt mitten durch sie hindurchwächst.

aufgespiesste_wespe

Beim Ausgang fanden wir dann noch einen Toucan. Es handelt sich dabei um die kleinste Art, die hier in Costa Rica lebt. Im Deutschen nennt man ihn Laucharassari, da gefällt mir Toucan also besser… Es war der perfekte Abschluss für diese Tour!

laucharassari
Laucharassari

Zweisamer Traumstrand in Santa Rosa

Wir machten uns auf zu einem weiteren Trockenwald Naturpark. Von weitem wirkt der Wald wie jeder andere grün. Aber vor Ort erinnert es uns mehr an einen Herbstwald: Viel Laub liegt am Boden, nur einzelne Bäume behalten in der Trockenzeit ihre Blätter, die meisten stehen kahl da. Die Hitze war auch der Grund, weshalb uns bereits beim Eintritt gesagt wurde, dass die Wahrscheinlichkeit gering wäre, irgendwelche Tiere zu sehen. Wir hatten Glück, wir sahen wieder Affen und das Nationaltier gleich dreimal! So viele exotische Tiere leben in diesem Land, doch ausgerechnet das Reh gilt als Nationsltier.

Eintritt in den Wald wird nur mit 4×4 Antrieb gewährt. Schnell wurde uns klar warum, die Strassen sind in einem schrecklichen Zustand. Doch Daniel meisterte es ausgezeichnet.

Für die 12 Kilometer vom Eingang hat man durchschnittlich eine Stunde bis zum Strand narajillo. Wir waren viel länger unterwegs, da wir zu zwei Aussichtspunkten liefen. Der eine zeigt die  spektakuläre Grösse dieses Trockenwalds, beim anderen gab es eine grandiose Aussicht auf die Küste.

Diese war unser nächstes Ziel. Wir kamen an, ein freundlicher Guard hiess uns Willkommen und gewisserte sich, dass sir genug Wasser bei uns tragen. Er empfahl uns noch einen  2.5 Kilometer langen Spaziergang. Wir wanderten aber definiv schon genug durch fie Hitze. Uns zog es an den Strand. Dieser war MENSCHENLEER!! Wir konnten ungestört baden oder unsere  Drohne starten. Einzig auf die starke Strömung gaben wir acht.

Zum Glück lernten wir im Bodensee tauchen…

…denn bei den Islas Catalinas waren die Bedingungen fast gleich (schlecht). Vielleicht waren unsere Erwartungen auch zu hoch: es hiess man könne Haie, Mantas, Delfine und Wale sehen. Wir dagegen waren froh, sahen wir überhaupt etwas. Wir tauchten durch gelbliches trübes Wasser und verloren einmal sogar die Gruppe. Aber das Highlight war der Manta mit fünf Metern Spannweite! Majestätisch tanzte er seinen Unterwassertanz neben uns. Auch andere Rochen und Fische kreuzten unseren Weg. Schaut selbst:

Jetzt sagen wir ‚Hasta Luego Lateinamerika‘ und ‚Aloha‘ zu…?

10 Replies to “Pura Vida in Costa Rica geht weiter”

  1. Hallo Jasmin und Daniel
    Von Jasmins Mutter haben wir heute den Link zu eurem Blog bekommen. Wir haben die Bilder angeschaut und eure Berichte gelesen. Intressant was ihr alles erlebt ud seht. Wir wünschen euch weiterhin viel Spass und gutes gelingen auf der Reise. 🙂

  2. Ihre Liebe
    ❤️Liche Dank, dass ihr üs immer tolli Bricht schriibed und denn no die sooooo schöne Bilder vonere Welt, woni no nieh gseeh ha!
    Ich umarme eu😘
    Mami

  3. Hallo ihr Lieben, wieder mal ein toller Bericht. Hab mich gleich drauf gestürzt und ihn mit Freude gelesen.
    Liebi Grüess us em scho fascht früehlingshafte Kollbrunn.
    Eu beidne e schöni Zyt, …..Aloha…. tönt verdächtig nach Hawaii?
    Anyway sind gsägnet und vil Spass bim witere Entdecke.

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