Willkommen zurück und viel Freude auf der Weiterreise durch das Archipel Galapagos! Falls du Teil 1 noch nicht gelesen hast, kannst du das HIER nachholen.

Das Inselarchipel hielt noch mehr für uns bereit! Wir wanderten noch auf der Insel „Chinese Hut“. Da säugen Mama Seelöwen ihre Babies und der Papi beschützt sie. Was für ein Anblick! Tragischerweise fanden wir auch ein totes Seelöwenbaby. Der Guide gab uns gleich mehrere Erklärungen für das Schicksal dieses Jungtier. Seelöwen bleiben bis zu 1.5 Jahre abhängig von ihrer Mutter. Kommt zu früh ein Geschwisterchen auf die Welt, muss die Mutter sich entscheiden und lässt das schwächere auf sich alleine gestellt. Entweder es ist stark genug und wird nach einigen Wochen wieder von seiner Mutter aufgenommen, oder eben nicht. Möglich ist aber auch, dass ein Tourist das Junge berührt hat und die Mama es dann nicht mehr als sein eigenes erkannte und es deshalb verlassen hat. Mikroplastik und Krankheit könnten natürlich weitere Gründe gewesen sein.

Unser Guide Christian erzählt uns aber auch schöne Dinge. Wir beobachteten ein Seelöwenbaby beim Säugen. Auf der Mama machte es sich auch eine Echse gemütlich. Wir fanden den Anblick belustigend! Dabei ist das sehr sinnvoll. Vom festen Saugen wird die Brust der Mami wund und die Fliegen kommen und säubern die Wunde. Die Echse frisst die Fliegen, wenn es zu viele werden. Eine perfekte Symbiose.

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Über Nacht steuerte der Kapitän die Yacht weiter bis zur Insel Genova. Die Landungstreppe wurde von einem Seelöwen versperrt, doch das war kein Problem für unseren Guide. Er machte bellende Geräusche und der Seelöwe robbte sichtlich entnervt davon. Über diese steile Treppe gelangten wir zu den nistenden Vögeln. „Red footed Boobies“ nisteten auf den Bäumen, während „Masked Boobies“ auf dem Boden ihr Nest haben. „Boobie“ kommt vom Wort „Idiot“, ein Schelm wer was anderes denkt 😉 Ihren Namen verdanken sie ihrem lustigen Watschelgang. Der Guide erklärte uns, dass die „Masked Boobies“ zwei Eier legen, die Geschwister aber nach 3-4 Wochen bis ums Leben kämpfen, denn es kann nur das stärkere überleben. Es gibt zu wenig Nahrung für beide Jungtiere.

Als Nächstes stand wieder Schnorcheln auf dem Programm. Dieses Mal ging es in tiefere Gewässer, in der Hoffnung einen Hammerhai zu sehen. Aber wir hatten Pech. So war es ein kalter unspektakulärer Schnorchelausflug. Zumindest empfang uns die Crew nach den Schnorchel-Trips mit heisser Schokolade. Was für ein Aufsteller! Auch die nächsten Schnorchelausflüge dienten mehr zur Abkühlung, als etwas Spektakuläres zu sehen.

Die nächsten beiden Spaziergänge führten uns zu einzigartigen Landschaften und weniger zu der Tierwelt. Wir stiegen 300 Treppen hoch, um den Ausblick vom Vulkan auf der Insel Bartolomé zu geniessen und liefen über abgekühlte Lava an der Sullivan Bay.

Am letzten Tag ging es dann noch in Santa Cruz zu den Riesenschildkröten. Anscheinend weiss niemand genau, wie alt sie werden können. Charles Darwin hat bei seinem Besuch auf dem Archipel im Jahr 1835 eine mitgenommen. Diese lebte bis 2007 im Zoo in Sydney. Also werden die Tiere mehrere Hundert Jahre alt! Manchmal sahen wir eine kleine Schildkröte, der Guide nannte diese dann Babies und sie seien so ca. 8-10 Jahre alt!

Das Alter erkennt er an ihrem Panzer, wenn sie ganz glatt sind, ist das Tier richtig alt. Wenn der Panzer zwar schon grösser ist, aber noch viele „Rillen“ hat, ist das Tier vergleichsweise jung.

Nach all dem sitzen wir schon wieder im Flieger zurück in die Stadt und verarbeiten die wundervollen Eindrücke während wir schreiben. Aber nicht lange, uns zieht es in die Natur zu den Tieren. Du wirst sehen 😉

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credits to Valentina!

5 Replies to “Der teuerste Zoo der Welt – 5 Tage im Inselparadies Galapagos – Teil 2”

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