Auf dieser Seite findest du Geschichten über unseren Aufenthalt in Maui. Suchst du konkrete Fakten über das Campieren in Hawaii klicke hier.

Unerwarteter Kälteeinbruch

Bevor unser Insel-Hopping im Pazifik beginnt, machten wir einen Zwischenstopp in Los Angeles. Wir rechneten mit der kalifornischen Sonne und Hitze, erlebten aber einen Kälteeinbruch. Auf einmal zeigte das Thermometer unter 20°C an. Auch hier gibt es Wintermonate. Trotzdem genossen wir die westliche Welt, bei rot wird wieder angehalten, Hunde führt man an der Leine und beim Einkaufen muss man nicht feilschen.

Camping in Maui

Unser erste Destination im Pazifik ist Hawaii. Hier gibt es keine Grenze nach oben, was die Kosten für die Unterkunft betrifft. Wir dachten, wir machen eine günstigere Variante und mieten Campers. Dabei entdeckten wir Outdoorsy, da kann jeder sein privates Auto vermieten. Ob das schlussendlich günstiger kam als in Hostels, bezweifeln wir ein bisschen. Aber das Abenteuer und Ungewisse ist definitiv grösser. Ausserdem konnten wir so jeden Abend zu Meeresrauschen einschlafen. Campingplätze zu finden, ist furchtbar kompliziert hier in Hawaii. Vorgängig sollte man eine Genehmigung im Internet beantragen, jedoch sind meistens keine für Campervans verfügbar. Daher schliefen wir in Maui teilweise einfach am Strand, obwohl wild campieren in ganz Hawaii verboten ist. Die Aussicht aufs Meer war unbezahlbar, der Lärm der Strasse dämpften wir mit unseren noise-canceling Kopfhörern. Am Strand vor Lahaina standen viele solcher illegaler Vans und Zelte. Drückt uns die Daumen für die zukünftigen Inseln!

Road to Hana – Ostmaui

Viele fahren dieser Strasse als Tagesausflug entlang. Wir nicht, denn nahe dem Dörfchen Hana bekamen wir trotz Dachzelt eine ‚Permit‘. Jeden Abend wurden diese überprüft und wir waren froh, dieses Plätzchen gefunden zu haben. Nur das Duschen war dank dem kaltem Wasser eine Herausforderung. So verbrachten wir ein paar Nächte dort und konnten viel von Ostmaui sehen.

Die Strasse zu Hana ist kurvig und führt von einem Wasserfall zum nächsten. Wir hielten nicht zu oft an, Yasmin wollte umbedingt noch zum schwarzen Strand und trotzdem genug früh beim Campingplatz sein. Es stellte sich dann heraus, dass genau unser Campingplatz ‚Waianapanapa State Park‘ beim schwarzen Strand ist! Welch Glück für uns, wir konnten die Aussicht morgens und abends ohne weitere Touristen geniessen.

Cliffwalk to Hana – Tsunami Alarm

Beim Camping geht es immer freundlich zu und her. So wurden wir von unseren Nachbarn zu Kaffee eingeladen. Sie erzählten von ihrem Abenteuer, einen Teil des Trails nach Hana gemacht zu haben. Überall gäbe es Schilder, dass es lebensgefährlich ist und deshalb seien sie dann zurück auf die Hauptstrasse. Das klang nach einem guten Plan, nur haben wir den Abzweiger zur Hauptstrasse verpasst. Der ganze Weg führte den Klippen entlang und ist nichts für jemand mit Höhenangst. Zur Ablenkung unterhielten wir uns darüber, was zu tun wäre, bei einem Absturz. Einmal führte der Weg auch einfach in den Abgrund, da ist wohl einmal ein bisschen Küste abgebrochen… Wir liefen einfach drumrum und immer weiter der Nase nach. Bald dachten wir, das Gröbste sei überstanden. Doch scheinbar endet der Weg nicht ganz in Hana sondern mitten im Nirgendwo? Eine weitere Stunde kletterten wir über Steine und Felsen, um unser Ziel zu erreichen. Dieser Abschnitt war nicht mehr so hoch oben, dafür umso anstrengender. Wer weiss, vielleicht haben wir auch einfach einen weiteren Abzweiger verpasst. Übrigens begegnete uns während dieser ganzen Zeit keine andere Seele. Wir empfehlen diesen Trail definitiv NICHT! Obwohl die Aussicht schön war, aber man kann ja einfach 500 Meter davon laufen und dann wieder umdrehen.

So begann unser Abenteuer nämlich. Kurz nach dem wir losgelaufen sind, schrillte ein Alarm. Weltkrieg, Erdbeben, Tsunami oder ein Fehlalarm? Wir wollten das Risiko nicht eingehen und marschierten schnellen Schrittes zurück. Doch die einheimischen Reiseführer chillten gemütlich bei ihren Bussen und gaben Entwarnung. Immer am ersten Arbeitstag des Monats wird der Tsunami-Alarm getestet. Sie wünschten uns Hals und Beinbruch für den Weg und wir begannen tapferen Schrittes den Pfad noch einmal. Übrigens zurück zum Camping trampten wir, das hat wunderbar geklappt!

Erste Walsichtung im Haleakalā Nationalpark

Einen Tag später waren wir immer noch ausser Puste von unserem Abenteuer. Trotzdem nahmen wir unser Auto und fuhren zum Haleakalā Nationslpark. Hier sind die Wege geebnet und beschildert. Da wanderte es sich gleich viel leichter. Als Belohnung kamen wir zum wunderschönen Waimoku Wasserfall und zu den Seven Sacred Pools. Wir hielten nur unsere Füsse rein, das Wasser war zu kalt für mehr! Hier hatten wir auch das Glück, von der Küste aus, einen Wal am Horizont zu sehen. Er sprang gerade hoch und hinterliess eine Fontäne. Aber das alles war winzig klein aus dieser Distanz.

Umrundung der Westinsel

Jetzt weisst du auch, warum wir zwar im Schnorchelparadies sind und du noch nichts vom Schnorcheln gelesen hast. Wir haben kalt! Auch Cone, der uns sein Auto gab, fand dass es ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit sei. Trotzdem nahmen wir uns vor, die Westinsel zu umrunden und bei den Schnorchelhotspots anzuhalten. Der erste Halt war Baby Beach mitten in Lahaina. Es sah vielversprechend aus. Sogar Taucher liefen nebem dem alten Pier ins Wasser. Masken aufsetzen und die Zähne zusammen gebissen schwammen wir los. Vielleicht war gerade Ebbe. Jedenfalls waren die Steine nur wenige Zentimeter unter unseren Bäuchen und darin versteckten sich hunderte Seeigel. Irgendwann waren es zu viele und wir drehten um ohne das Ende des Piers und der eigentliche Schnorcheltraum erreicht zu haben. Weiter fuhren wir zu Honolua Bay. Die ersten paar Meter waren voller Dreck und Schlamm. Wir fragten uns wirklich ob dich der Sprung ins kalte Wasser gelohnt hat. Doch nur zwei, drei Schwimmzüge später wurde die Sicht gut und das Riff erhob sich. Wir sahen viele Fische und eine Schildkröte. Nach deren Sichtung waren wir uns einig genug gefroren zu haben und wärmten uns am felsigen Strand. Unsere Kamera liessen wir leider am Land. Deshalb haben wir jetzt nur ein Bild eines Hahns am steinigen Strand. Die gibt es hier mehr als Sand am Meer.

Die Rückseite der Insel ist ebenso kurvig und abenteuerlich wie die Strasse nach Hana. Sie ist dagegen nicht im Waldgebiet und bietet unglaubliche Sicht aufs Meer. Wem die Hana Road gefällt, sollte umbedingt diese Strasse auch abfahren!

Whale Watching in Lahaina

In den Wintermonaten kommen die Buckelwale nach Maui, um sich fortzupflanzen. Danach reisen sie zurück nach Alaska, dort im kalten Gewässer gibt es endlich wieder Nahrung für sie. Wir entschieden uns, mit den Ultimate whale watchers rauszufahren und hofften einen Wal noch ein bisschen näher zu sehen. Unsere Vorstellung wurden übertroffen. Wir fuhren nicht weit ins Meer hinaus und wussten schon nicht mehr in welche Richtung wir schauen sollten vor lauter Walen. Durch das Mikrofon im Wasser hörten wir auch ihren Gesang. Es klang, als ob sie wild durcheinander plappern. Zukünftig werden wir den Horizont noch genauer nach Wasserfontänen absuchen!

Eines war ein Baby, schätzungsweise sechs Wochen alt und so gross wie ein Van. Es wird mit seiner Mami einmal nach Alaska reisen, damit sie ihm das Fressen beibringen kann. Es wird auch im nächsten Winter mit ihr zurück nach Hawaii pilgern. Dann ist aber der Zeitpunkt, Lebewohl zu sagen. Nach nur einem Jahr ist der Kleine auf sich alleine gestellt.

Mit diesem Highlight endet unsere Zeit in Maui. Wir wechseln das Auto für zwei Stunden, fahren um die halbe Westinsel. Denn wir waren unaufmerksam und haben den Weiterflug nicht vom Hauptflughafen aus gebucht. So sassen vielleicht 10 andere Menschen mit uns in der kleinen Propellermaschine. Der Flug dauerte nur wenige Minuten nach Kauai. In Maui hätte es noch so viel mehr zu sehen gegeben. Vulkäne und Tauchausflüge müssen wir wohl auf anderdwo verschieben.

Gründe fürs Gebet:

Wofür wir dankbar sind:

  • Für Behütung während dem Cliffwalk.
  • Für die warme Dusche im letzten Campingplatz.
  • Für die unglaublich geschaffene Natur.

Worum wir bitten:

  • Genesung für den Daumen von Yasmin. Er tut weh, ohne Grund…
  • Weiterhin eine unfallfreie Reise.

4 Replies to “Camping in Maui”

  1. Hoi miteinander ihr zwei Lieben!

    So eine wunderbare Reisezeit! Danke für die tollen Bilder und die Erzählungen eurer Reise!
    Yasmin ich wünsche dir eine schnelle und gute Besserung deines Daumens, gell!
    Bhüät eui Gott!
    Ganz liebe Grüsse

    Gaby

    1. Liebe Gaby
      Danke für deine lieben Worte. Ja, es ist so schön, immer weiter zu reisen und die Welt zu entdecken. Da müssen wir unsere Erlebnisse einfach aufschreiben. Mal schauen, was mit meinem Daumen wird. Der häutet sich mal wieder. 😑 Liebste Grüsse aus Oahu!

  2. yasmin und daniel
    das sind tolle bilder von hawaii was hast du mit deinen daumen gemacht
    hat dir ein fisch oder andere tier gebissen aber ich wünschen dir yasmin
    gute beserung viel freude was gott in geschaffen in 7 tage geniest es
    liebe grüss ovi

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