Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Und wir hatten definitiv die falsche Ausrüstung dabei. Niemand hat uns vorgängig gesagt, dass März der regenreichste Monat sei. Deshalb verbrachten wir viel Zeit im Westen der Insel. Hier kann man im Polihale State Park campen. Die Wolken erleichtern sich über der davor liegenden Bergkette und deshalb regnet es hier praktisch nicht. Unser Plan war es zwei Nächte hier zu verbringen, die Wetternachrichten vom Norden liessen uns aber verweilen. Wir hatten weder die Ausrüstung noch die Lust, bei Dauerregen zu campen. Hier kontrolliert niemand deine Genehmigung und deshalb war es kein Problem, unseren Aufenthalt illegal zu verlängern. Wir waren dankbar für dieses sonnige und warme Fleckchen auf Kauai. Eine durchnässte Matratze hat uns gereicht. Haben wir im Maui-Beitrag nichts darüber erzählt? Aber auch hier mussten wir unsere Matratze ein paar Mal  in die Sonne legen. Eine ganz andere Plage hat uns heimgesucht. Wir standen am zweiten Morgen auf und unser Zelt und unsere Gefriertruhe waren voller Ameisen. Insgesammt räumten wir dreimal unser Zelt aus, bis wir alle Ameisen erwischt hatten.

Wolken beim Waimea Canyon

Trotz der schlechten Wetterprognose machten wir Ausflüge. Einer davon führte zu einem Teil der bereits erwähnten Bergkette. Beim Waimea Canyon gäbe es sensationelle Aussichten. Der erste Halt war ein voller Erfolg. Die Aussicht auf den Wasserfall liess uns gleich unsere Drohne starten. Die Erde hier ist ganz rot und lässt uns ein bisschen an Australien denken.

Das war aber nur der erste aller Aussichtspunkte. Wir fuhren noch 9 Meilen weiter bis zum Pu’u O Kila, doch uns erwartete nur noch Regen und anstelle der weiten Sicht sahen wir eine Wolkenwand.

regen_kauai

Schnorcheltour im Süden

Über den Süden liest man, dass es ebenfalls sehr sonnig ist. Wir dachten, einen Ausflug dahin wäre bestimmt erfolgreicher. Wir nahmen uns fest vor, taff zu sein und uns weder vom Regen noch vom kalten Meerwasser unsere geplanten Aktivitäten zu verwerfen. Unser erster Halt war der Shipwreck Beach. Hier startet der Trampelpfad entlang der Küste bis zu den Makawau Höhlen. Wir nahmen unsere Regenjacke nicht mit, im sonnigen Süden brauchen wir die hoffentlich nicht. Wir haben uns geirrt. Kaum haben wir den Strand hinter uns gelassen, begann es zu regnen. Die Wolken versprachen keine schnelle Besserung und wir kehrten um.

Unser nächster Halt war Koloa Landing. Ein Spot zum Tauchen und Schnorcheln. Da wird man sowieso nass, es spielt keine Rolle, ob es regnet. Vor Ort kamen gerade Taucher aus dem Wasser, die Sicht sei aufgrund des Regens ganz schlecht. Doch sie empfahlen uns gleich noch eine Alternative in nächster Nähe. In Lawa’i Beach waren die Bedingungen tatsächlich besser. Nachdem Daniel seinen Mietschnorchel mehr oder weniger repariert hat, konnte es dann auch richtig losgehen. Wenn man die Kamera dabei hat, präsentiert sich natürlich keine Schildkröte. Es gibt dafür Fotos von den davon schwimmenden Fischen.

Reise in den regnerischen Norden

Ein weitere Herausforderung hatte Kauai für uns parat. Vor lauter Unachtsamkeit blieb unser Auto im Sand stecken. Wir wurden gewarnt, dass das im westlichen Polihale State Park passiert und das praktisch kein Abschleppdienst dich da rausholt. Ruhe bewahren war da nur mit viel Anstrengung möglich. Nette Locals kamen uns zu Hilfe. Die Jungs machten sich daran, die Luft aus den Rädern zu lassen und wiesen ihre Freundin an, vorsorglich einmal einen Abschleppdienst zu suchen. Sie hatte im Gegensatz zu uns Empfang. Die Zeit drängte, denn die Flut stand uns noch bevor. Unsere Herzen hämmerten in der Brust. Gott sei Dank, waren die Jungs erfolgreich. Mit vier platten Pneus retteten sie unser Auto. So nahe schliderten wir an einem Desaster vorbei! Der Schock wird noch ein Weilchen tief sitzen, umso mehr sind wir dankbar das Hilfe in nächster Nähe war! (Thank you Jesus)

festgesteckt_polihale
Gott sei Dank, endeten wir nicht so!

Nachdem wir die Pneus an der nächsten Tankstelle (etwa eine Fahrt von 30 Minuten) wieder aufgepumpt wurden. Ging unsere Reise in den Norden weiter. Irgendwie war es Gesetz, dass bei jedem Stopp der Regen begann. So betrachteten wir die Wasserfälle in unserer Regenmontur.

Wie immer am letzten Tag gönnten wir uns den Campin mit heisser Dusche. Am nächsten Tag ging es auf die letzte Hawaii-Insel. Hoffentlich meint es Oahu ein bisschen besser mit uns.

Gründe fürs Gebet:

Wofür wir dankbar sind:

  • Für den regenarme Polihale State Park.
  • Das wir die Ameisen los wurden.
  • Das hier unser Magen gesund blieb!
  • Das die Locals zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und unser Auto retten konnten!

Worum wir bitten:

  • Weiterhin eine unfallfreie Reise.

6 Replies to “Kauai die Garteninsel”

  1. Hallo Yakari und Filli (schribt mer das so?) Han ezd aumol no Ziit gfunde und gad euen ganze Blog uf zmol dureglese. Tönt mega spannend und i freu mi sehr hend ihrs bis ezd so toll und scho so viel erläbt:) Gott sei dank henders wieder usem Sand gschafft. Gott lueget! I wünsch eu für di witeri Reis viel Freud und Kraft und unvergesslichi Erläbnis:) sowas mueni irgendwenn unbedingt aumol mache. Ganz Liebi Grüess vode Tiki:)

    1. Heyy Tiki,
      Meeega kuul hesch de Weg zu sem Blog gfunde. Alles Lese het siicher gad no chlii Ziit brucht! Gott luegt echt und defür wönd mir ihm dEhr geh. Mir freuet üs jetzt scho zum denn dini Reis in Zuekunft z’verfolge! Liebi Grüess zrugg ❤ vo de Filly und Yakari

  2. Wow, jetzt bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, Eure Berichte und die tollen Bilder anzusehen – NEID… Ihr seid ja schon weit gekommen, nicht schlecht! In Panama habe ich allerdings den Kanal vermisst, den hätte ich sicher nicht ausgelassen. Costa Rica hat mir seinerzeit auch sehr gut gefallen, bei meinem Besuch waren die Tiere aber wohl scheuer als bei Euch… Gute Zeit dann auf Hawaii, geniesst den Pazifik, meine besten Wünsche und eine angenehme Reise weiterhin, und danke für die tollen Berichte! (Immerhin, hier wird es auch langsam Frühling…)
    Jochen

    1. Hallo Jochen
      Schön von dir zu lesen 🙂 Freut uns, dass dir die Blogs gefallen. Ja, Süd- & Mittelamerika habgn wir eher zügig durchschritten damit wir schneller im Südpazifik sind 😀 Wir wollten anfänglich den Kanal sehen, aber wir hatten dann leider keine Zeit.
      Dafür hatten wir mit den Tieren glück in CR. Es ist uns alles praktisch vor die Linse gehüpft.
      Dann sende ich noch ein paar Sonnenstrahlen in die Schweiz, damit das warmwerden auch schnell vorwärts geht.
      Liebe Grüsse auch an den Rest der RUAG Crew!

  3. yasmin und daniel

    was macht dass bisschen regen aus aber davor wieder tolle bilder gemacht wie in arizona cray canon und
    die ameise haben auch hunger wollen auch pofitieren van euch wenn schon denn schon
    liebe grüss aus brugg ovi

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