Glitzernde Höhlen in Waitomo

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Waitomo ist ein Distrikt mit etwa 300 Höhlen. Davon haben wir drei besucht. In der ersten durften wir in ein Ruderboot steigen und uns über den Fluss führen lassen. Die Decke war voller hellblauer Punkte. Erstaunlicherweise ist genau diese Art von Licht, das energieeffizienteste. Woher wissen das die Würmer? Es waren so viele wie Sterne am Himmel. Das Fotografieren war verboten, deshalb kauften wir uns ein Erinnerungsbild. Am Eingang der Höhle gab es ein Greenscreen, vor dem wir erstaunt die grüne Decke anstarrten. Sie bastelten dran rum, mit diesem Resultat:

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In der zweiten Höhle namens Ruakuri ging die Führung knapp zwei Stunden. Wir hatten irrsinniges Glück. Nur zwei andere machten mit uns mit. Sonst sind es locker um die zwanzig Personen. Der Guide war so ein toller und erklärte alles ganz geduldig. Das Licht der Glühwürmer soll Insekten anlocken. Sie verfangen sich im spinnennetz-ähnlichem Faden. Der Wurm saugt dann das gefangene Insekt aus. Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern. Nach neun Monaten, verpuppt es sich und sie werden zu Motten. Bei dieser Metamorphose verlieren sie Mund und Verdauungssystem. Sie verhungern innerhalb von drei Tagen oder werden vom Licht iher Jungen angezogen und sich in den Fäden gefangen werden. Glühwürmchen sind richtige Kanibale. Aber nicht nur die eigenen Eltern werden gegessen. Das erstgeschlüpfte Würmchen, muss seine Leuchtkraft durch Verdauung aktivieren. Sonst kann es ja keine Beute anlocken. Da frisst es, was sm nächsten liegt, seine eigene Geschwister. Irgendwie sind diese Würmchen nicht mehr süss, oder?

In der Aranui Höhle fliesst kein Fluss mehr, deshalb keine Insekten zum erbeuten und keine Glühwürmchen. Dafür Höhlen-Welas. Was so feenhaft klingt, sind grosse langbeinige Insekten, die auch noch bis zu zwei Meter weit springen können. Schön Abstand halten.

180° auf den Coromandeln

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Insgesammt fuhren wir über 4’500 Kilometer während unseres Roadtripps. Wir sind Gott sehr dankbar für seine Bewahrung. Besonders auf dem Weg in die Coromandel spürten wir seine schützende Hand. Es regnete und die Strasse war nicht nur kurvig, sondern auch steil. Wir hatten einen tiefen Gang zum Bremsen drin. Das war ein Fehler. Die Hinterräder hatten keinen Halt mehr. Wir drehten uns um 180° und landeten auf dem gegenüberliegendem Pannenstreifen. So furchtbat vieles hätte schief gehen können. Aber Gott hat geschaut, dass niemand auf der Gegenspur war, dass wir nicht in eine Felswand schliederten oder sonst einen Kratzer erhielten. Es kam noch besser. Einer hielt mit uns an, schaute mit uns nach dem Rechten und gab uns Tipps für die nächtsgelengeste Parkmöglichkeit zum sich vom Schrecken zu erholen.  Wir danken von Herzen für dieses Wunder!

Die restliche Zeit auf der Halbinsel verlief unspektakulär. Wir gingen zum Strand, an dem Narnia gedreht wurde und suchten nach Gesichtern in der Wand. Daniel hatte nicht ganz so viel Fantasie wie Yasmin. Siehst du sie beim untersten Bild?

Auch der Hot Water Beach ist eine Erwähnung wert. Mit ganz vielen anderen buddelten wir ein Loch am Strand, damit wir im heissen Wasser, dass unter dem Strand durchfliesst, baden konnten. An manchen Stellen war der Sand do heiss, dass wir kaum draufstehen konnten!

Wiedersehen in Auckland

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Da wir unsere Sommersachen bei der lieben Familie deponieren durften, gingen wir sie noch einmal besuchen. Es war wieder ein herzlicher Empfang. Wir jassten noch eine Runde, mit den richtigen Schweizer Karten. Der Abschied fiell uns nicht leicht.

Doch es war noch nicht genug. Carina und ihre Mama sind momentan in Auckland. Ein Stückchen Heimat so nah. Ganz spontan klappte das Treffen. Gemeinsam gingen wir in den Zoo. Denn wir wollten umbedingt noch die Tiere sehen, welche wir nicht in der freien Wildbahn getroffen hatten. Der Kiwi ist so schwer zu fotografieren. Es ist dunkel und er steht nie still. Immerhin wissen wir jetzt, dass er grösser als eine Kiwifrucht ist!

Den nördlichsten Punkt erreicht – Cape Reinga

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Seit April reisen wir in Neuseeland immer weiter in Richtung Norden. Als wir Cape Reinga erreichten, wussten wir, dass unsere Zeit in diesem wunderschönen Land abgelaufen ist.

 

 

 

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Tauchen, Tauchen, Tauchen

Denn es war Zeit, nach Indonesien zu fliegen. Diese U30-Wochen hatten wir schon letztes Jahr gebucht. Es war unbeschreiblich cool. In 12 Tauchtagen machte Yasmin mehr als 30 Tauchgänge. Die Korallengärten waren sowas von atemberaubend. Wir tauchten auch durch kleine Löcher oder flogen mit der Strömung übers Riff. Seht selbst wie schön es dort ist:

Daniel tauchte so oft seine Energie es ihm erlaubte. In diesen zwei Wochen realisierten wir, dass wir während der Reise aufgrund seiner Gesundheit auf Dinge verzichten, die wir eigentlich unbedingt wollten, auf die wir uns so lange gefreut hatten. Wieder standen wir an einem Punkt, an dem wir uns fragten: „Und jetzt? Fliegen wir direkt wieder raus aus Indonesien, um ein Ort mit guten Spitälern zu gelangen für weitere Untersuchungen?‘ Es wurde uns klar, dass wir die Reise so nicht weiter durchboxen. Wir werden für unbestimmte Zeit für einen Heimaturlaub zurückkehren und so Gott will, dieses Jahr bei bester Gesundheit neu starten.

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