Wenn man nicht klettern kann, dann muss man halt fliegen – Nationalpark

In diesem Park, befindet sich die schönste Tageswanderung von ganz Neuseeland. So sagt man uns jedenfalls. Schon lange überlegten wir hin und her, ob wir die knapp insgesamt 20 Kilometer auf einen Krater hoch und dann wieder runterkraxeln schaffen. Irgendwann wurden wir darauf aufmerksam, dass ja der Winter naht und die Temperaturen eisig sein könnten. Schlussendlich wurde uns die Entscheidung abgenommen. Diese Wanderung sollte man nur bei bester Gesundheit machen und zu diesem Augenblick konnten wir das nicht bieten.

Ein bisschen waren wir enttäuscht. Werden wir jetzt die geniale Landschaft um den Mount Ruapehu nie sehen? So viel Gutes haben wir von diesem Ort gehört, welchen vielleicht einige von euch als Mordor und den Schicksalsberg kennen. Doch es gibt immer eine Lösung. Wir fanden einen bezahlbaren Anbieter für einen Rundflug. Vielleicht konnten wir den Triumph der Besteigung nicht erleben, aber die geniale Aussicht genossen wir in vollen Zügen.

Wir sassen zu viert in der kleinen Propeller-Maschine. Daniel war sozusagen der Co-Pilot. Yasmin brauchte zwar viel Mut, sie hat doch Flugangst und die Windböhen machten das ganze nicht einfacher. Aber sie wusste, dass es die einzige Möglichkeit ist. Mit der Kamera in der Hand hatte sie zum Glück genug Ablenkung. Von Herzen empfehlen wir diesen Rundflug!

Bunte Seen in Rotorua

Wenn du an einen See denkst, welche Farbe hat er? Blau, grau oder vielleicht noch grün? Hier in Neuseeland nicht umbedingt. Wir besuchten zwei geothermale Parks zwischen Taupo und Rotorua. Die Farben waren spektakulär orange, türkisblau oder neongrün. Die Vulkanlandschaft bringt mit unterschiedlichen Mineralien die Seen zum leuchten und dampfen. Der Geruch nach faulen Eiern ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

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Der Vorteil ist, dass man hier sogar im Herbst in (manchen) Flüssen baden kann. Sie führen nämlich heisses Quellwasser. Da will man nicht mehr raus! Sowas müssen wir in der Schweiz auch erfinden.

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Das friedliche Auenland

Der eigentliche Grund, weshalb Neuseeland auf unser Radar beim Weltreiseplanen kam, war der Touristenmagnet Hobbiton. Hier wurden die Szenen vom Auenland für der Hobbit gedreht. Eigentlich ja schon für Herr der Ringe, nach dessen Dreh-Ende wurde aber alles wieder abgebaut. Erst beim zweiten Aufbau, dachten sie an eine weitere mögliche Einnahmequelle. Bei der Routenplanung waren wir uns einig, wenn wir schon einmal am anderen End der Welt sind, können wir dort auch noch vorbei. Mittlerweile wissen wir, dass Neuseeland viel grössere Schätze zu bieten hat.

Nach Hobbiton kommt man nur mit einem Guide. Sie führt dich durch die Kulisse und gibt das eine oder andere Geschichtchen wieder. Alles ist Outdoor, denn die Szenen in den Hobbithöhlen wurden in einem Filmstudio in Wellington aufgenommen. Also eigentlich sind es einfach hübschgestaltete, runde Türen an Hügeln befestigt. Praktisch jeder Kindergarten hat doch so ein Wichteltor um die Weihnachtsszeit? Wir staunten ein bisschen über die fast schon wahnsinne Detailliebe. Im Buch wird (anscheinend) von Pflaumenbäumen gesprochen. Diese wachsen  hier aber nicht so gut. So wurde kurzerhand von den Apfelbäumen alle Früchte und Blätter abgelesen und von Hand die gewünschten Pflaumen hingehängt. Oder der eine Baum über der Höhle von Bilbo musste für das Prequel jünger gemacht werden. So wurde kurzerhand, der Baum ausgerissen und ein künstlicher eingesetzt. Die Farbe der Blätter waren dem Regisseur kurz vor dem Dreh dann noch zu hell und die Kulissenbildner pinselten alle in mühseliger Handarbeit um.

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Wir beendeten die Tour mit einem Ingwerbier im grünen Drachen. Fast wie richtige Hobbits.

Am Abend schauten wir dann einen Film, na könnt ihr erraten welchen?

2 Replies to “Wieder zurück auf der Nordinsel”

  1. wow was für schöne bilder wie geht es dir daniel ————— alles im lot zum rasenmäher musst du wieder mal gehen spass beiseiten ich habe euch beide lieb viel spass noch auf die ander seiten von der welt ovi

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