Direkt vorweg, wir waren wenig erfolgreich als Individualreisende durch dieses Land (warum kannst du hier nachlesen). Falls du gerade an der Planung einer Neukaledonien-Reise bist, findest du in diesem Blog Tipps, wie es bei dir vielleicht besser klappt.

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1. Anreise

Wir flogen mit Aircalin von Sydney aus nach Neukaledonien. Die Reise war echt angenehm und wir erhielten sogar ein Menue. Untenstehend haben wir dir die uns bekannten Möglichkeiten zur Anreise aufgeschrieben:

Anreise direkt aus Europa: Die Anreise von Europa ist kostspielig. Alle internationalen Flüge landen in La Tontouta. AirCalin, Quantas und Air New Zealand steuern dieses Ziel an. Du siehst ein Zwischenstopps in Australien, Neuseeland oder Tokyo wird notwendig sein.

Anreise ausserhalb von Europa: Aircalin verbindet Neukaledonien mit zahlreichen anderen Ländern rund um den Südpazifik. Hier findest du alle Destinationen, die Aircalin anfliegt: https://di.aircalin.com/en/destinations

Anreise mit dem Schiff: Während unseres Aufenthalts trafen wir immer wieder andere Touristen, die mit dem Kreuzfahrtschiff nach Neukaledonien gereist sind. Diese starten von Australien und Neuseeland, verbringen häufig 2-3 Tage in Neukaledonien und reisen dann zurück.
Über Frachtschiffe konnten wir während unserem Aufenthalt keine Informationen besorgen.

Transport vom Flughafen in die Hauptstadt: Wir fanden zwei Möglichkeiten, wie du vom Flughafen in die Stadt kommst. Zum einen gibt es die Transportfirma Arc du Ciel. Du läufst am Flughafen den Pfeilen entlang und kommst zu ihrem Schalter. Der Preis ist etwa 2100 XPF (21 Franken) pro Person für einen Weg. Auf ihrer Internetseite kannst du dir einen Platz reservieren, das ist vor allem praktisch für den Rückweg. Sie holen dich direkt vor der Türe ab: http://www.lanavette.nc/

Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Bus vom Flughafen in die Stadt zu gelangen. Die Linie P4 bringt dich vom Flughafen zum Hafen. Die meistens Hotels befinden sich aber an den Stränden weiter unten im Süden, dann müsstes du noch auf einen weiteren Bus (N1, 3) umsteigen. Es gibt zwar einen Busfahrplan, aber während unserem Aufenthalt wurde dieser nicht eingehalten. Hier kannst du dich weiter informieren: https://itineraires.taneo.nc/en/

2. Forbewegung in Neukaledonien

Wir nutzten die Stadtbusse und den Roller, damit du aber eine Übersicht hast, welche Möglichkeiten du sonst noch hast, haben wir dir eine Auflistung gemacht.

Grande Terre:

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Mit öffentlichen Verkehrsmittel in Noumea: In der Stadt selber fahren ebenfalls die Busse der Firma Taneo. Diese ist seit Oktober 2019 neu. Häufig waren wir die einzigen Touristen, die damit fuhren.

Mit öffentlichen Verkehrsmittel über die ganze Insel: Es gibt Busse, die einmal quer über die grosse Insel fahren. http://rai.nc/

Mit dem Mietauto: Die Strassen auf der Grande Terre sind gut. Man braucht also kein 4×4-Auto um die Insel selber befahren zu können. Es ist ebenfalls ein Vorteil, das hier rechtsverkehr herrscht. Es gibt verschiedene Anbieter von Mietautos. Ein lokaler Anbieter ist: https://www.pointrouge.com/fr

Mit dem Roller: Wenn du wie wir nur in der Haupstadt unterwegs sein wirst, kann man auch Roller mieten. Viel weiter kommst du aber nicht damit, da danach die Autobahn anfängt. Hier gibt es zwei Anbieter: https://fr.funride.nc
http://noumea-rider.lagoon.nc/

Loyalitätsinseln, Île des pins

Flugzeug: Meistens fliegen mehrmals täglich Flugzeuge auf die vorgelagerten Inseln. Die Flugzeit ist sehr kurz (so etwa 15 Minuten) und der Preis eher teuer. Du kannst dich hier weiter informieren: https://www.air-caledonie.nc

Fähre: Mit der Fähre braucht man durchaus länger zu den Inseln, ist aber die günstigere Möglichkeit. https://www.betico.nc/fr

3. Unterkünfte – Jetzt wirds knifflig

Wir waren so ziemlich erfolgslos beim Unterkunft suchen. Unser Ratschlag ist also, frage nicht zu früh und nicht zu spontan nach Übernachtungsmöglichkeiten. Die wenigen Tipps die wir beommen haben, geben wir euch gerne weiter.

Noumea: In der Hauptstadt selber gibt es viele Airbnb’s, Hotels und sogar ein Hostel. Wir konnten problemlos kurzfristig eine Unterkunft finden, obwohl gerade Hauptsaison war!

Grande Terre: Ein Hotel auf der Grande Terre kostet gut 100 Franken pro Nacht. Günstiger kommt man durch Accueil en tribu (Wohnen bei Einheimischen).

Lifou: Luecilia ist der Hauptort und dort gibt es auch den Supermarkt. Die Unterkunft bei Jeanette, wurde uns daher empfohlen. Es gibt aber auch noch andere Einheimische, die Gäste aufnehmen. Diese sind aber dann weiter auf der Insel verstreut.

Île des pins: Nataiwatch Guesthouse ist ein Ort, für Selbstversorger. Diese Unterkunft, war eine der wenigen, die wir erreicht haben, aber leider ausgebucht war.

Was war unser Problem? Wir waren relativ spontan unterwegs. Für unsere Rundreise schrieben wir etwa zwei Wochen vorher mehrere Unterkünfte in verschiedenen Städtchen per Mail an. Wir erhielten von niemandem Antwort! Als wir vor Ort waren, gingen wir ins Touristen-Büro und aufs Reisebüro. Als diese merkten, dass wir eher günstig unterwegs seien, wurde uns geraten selber anzurufen. Gesagt getan. Insgesammt verbrachten wir zwei Tage damit, irgendwie eine nächste Unterkunft zu finden. Nur zwei Telefonanrufe wurden beantwortet, diese meinten aber, sie seien bereits voll. Locals die wir in der Hauptstadt trafen, verwunderte das nicht. Die Leute sind nicht auf den Tourismus angewiesen. Wenn sie gerade keine Geldsorgen hätten, hätten sie keinen Grund Touristen aufzunehmen. Vielleicht hätte es besser geklappt, wenn wir einfach drauflos gefahren wären und einfach unterwegs nach Unterkünften gefragt hätten. Wir haben es aber nicht ausprobiert. Wir stellen unsere Reise anders vor, als den ganzen Tag zu überlegen, wo wir die nächste Nacht verbringen.
Es gibt auch immer wieder Zeltplätze, diese seien sehr Minimal eingerichtet. Wären aber eine einfache Möglichkeit, flexibel unterwegs zu sein.

Hier findest du alle mögliche Unterkünfte in Neukaledonien: https://www.newcaledonia.travel/en/business-directory

4. Verpflegung auf der Insel

Zum Glück gibt es Essen auf der ganzen Welt. Leider ist es hier nicht ganz so günstig, wie in Südostasien.

Überall findest du kleinere und grössere Supermärkte. Die Preise vergleichbar mit denen in der Schweiz. Auswärts essen ist eher teuer und kostet schnell mal bis zu 50 Franken pro Mahlzeit für zwei Personen.

Anders ist es, wenn du in einer Accueil en tribu schläfst, dort kocht für dich die Familie lokale Gerichte. Diese zahlst du aber extra.

5. Sehenswürdigkeiten rund um Noumea

Da wir unsere gesamte Zeit in der Hauptstadt verbracht haben, konnten wir einige Dinge besuchen. Vielleicht weckt etwas davon dein Interesse?

Strände rund um Noumea: Noumea selbst hat drei Strände. Baie des Citrons und Anse Vata sind das touristische Zentrum. Viele Hotels und auch die Strasse sind direkt anliegend an die Strandabschnitte. Kaendu Beach ist etwa 10 Fahrtminuten vom Hafen entfernt und daher etwas ruhiger.

Duck Island: Das Taxiboot fährt all fünf Minuten die kurze Distanz zwischen der kleinen Insel und dem Strand Anse Vata. Pro Person zahlt man 1250 XPF für die Hin- und Rückreise. Bezahlt wird direkt vor Ort in Bar oder sogar mit Karte. Auf der Insel selber gibt es dann ein kleines Restaurant, das Liegestühle für etwa 50 Franken anbietet. Es gibt einen Unterwasserweg, um entlang zu schnorcheln. Wir fanden es jetzt aber nicht wahnsinnig spektakulär.

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Amedee Island: Es gibt Taxiboote (http://www.amedee-taxiboat.com/en-GB/) oder geplante Tagesausflüge zu dieser Insel. Sie ist am äusseren Riff und die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. In der Lagune schiwmmen viele Schildkröten. Sie sind vor Ort am grasen und scheinen sich nicht, an ihren menschlichen Besuchern zu stören.

Ilot Maître: Ebenfalls von Anse Vata geht das Taxiboot nach Îlot Maître. Wir haben diesen Ausflug nicht gemacht. Die Insel haben wir vom Tauchboot aus gesehen. Ein grosses schönes Resort steht darauf. Die Überfahrt kostet hier 3000 XPF pro Person und dauert ein bisschen länger, als zur Duck-Island.

Mueseen: Es gibt drei interessante Museen vor Ort. Die zwei in Hafennähe sind gratis und eignen sich gut für einen Kurzbesuch, sie informieren über den zweiten Weltkrieg oder über die Stadt Noumea selbst. Ein bisschen abseitsgelegen ist das „Tjibaou-Kulturzentrum“. Es kostet 1000 XPF pro Person Eintritt und zeigt einem das Leben der Kanaken (erste Bewohner der Insel).

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6. Tauchen

Leider war es oft windig während unseres Aufenthalts. Daher tauchten wir immer im innern des Riffes. Das äussere sollte noch sehenswerter sein!

Getaucht wird häufig am äusseren Riff. Der Tauch-Guide beschrieb das Tauchen in Neukaledonien als ursprünglich. Wir sassen auf einem Schlauchboot und packten beim Be- und Entladen mit an. Die Bootsfahrt zu den Tauchplätzen dauert etwa 45 Minuten und ist nur möglich, wenn das Wetter es zulässt. Wir hatten kein Glück, die See war eher rau. Daher empfehlen wir von Herzen, Tabletten gegen Reisekrankheit einzunehmen. Das Wasser war zirka 23°C kalt und getaucht wurde mit einem 7mm Anzug und Haube. Die Ausleihe der Ausrüstung kostete 1000 XPF und ein Tauchgang 9500 XPF.

Wenn du Glück hast kannst du bei kleinerem Wellengang Mantas sehen oder bei der Fahrt zum Riff Dugongs (galt leider nicht für uns). Wir sahen viele tropische Fische, grosse Korallen, ein Wrack und viele Schildkröten.

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7. Sonstiges

Dir fehlt noch eine wichtige Information? Dann schau mal hier, oder schreibe uns direkt an!

Einreisebestimmungen: Mit Schweizer-Reise-Pass braucht man kein Visa. Ein Weiterreiseticket aber schon. Wir wurden aber nicht danach gefragt.

Sim-Karte: Der Mobilanbieter OPT hat ein Monopol, daher kann es auch die Preise hoch ansetzen. Für unsere Simkarte bezahlten wir 3000 XPF, davon waren 1500 XPF Guthaben. Dies genügte um ein Datenpaket von 1 GB, begrenzt auf eine Woche, zu aktivieren. Telefonieren und SMS schreiben kostet dann noch zusätzlich. https://www.newcaledonia.travel/au/internet-simcard-wifi

8. Übersicht Kosten

Was kostet dich etwa die Reise nach Neukaledonien? Hier haben wir unsere Kosten ungefähr aufgeschrieben.

Was:Kosten:
Hinflug von Sydney (2 Personen)390 Franken
Übernachten (9 Nächte)440 Franken
Nahrung (selber gekocht)200 Franken
Ausflüge240 Franken
2-Tank Tauchgang mit kompleter Mietausrüstung 95 Franken
Roller mieten150 Franken
Benzin5 Franken
Weiterreise560 Franken
Total (ohne tauchen):1505 Franken

9. Unser Fazit

Würden wir noch einmal gleich in Neukaledonien reisen? Mit unserem heutigen Wissen definitiv nicht. Schaue hier, was wir anders machen würden.

Wir empfanden spontanes Reisen in Neukaledonien eher schwierig. Touristenbüros und Reisebüros vor Ort informierten nur spärlich. Auch sonst trafen wir viele Leute, die uns nicht wirklich helfen wollten. Die Unterkünfte auf den beliebten Inseln in Lifou und Île des pins sind ausgebucht und hätten wir wahrscheinlich besser frühzeitig reserviert. Viele günstige Unterkünfte auf der Hauptinsel, widmen sich dem Tourismus eher nebenbei und daher erhielten wir keine Rückmeldung auf unsere Buchungsanfragen.

Fürs Tauchen muss man lange Bootsfahrten in Kauf nehmen. Die Unterwasserwelt ist schön, aber wahrscheinlich nochmal viel attraktiver bei gemässigterem Wellengang.

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Jetzt nimmt es uns Wunder. Wie waren deine Erfahrungen beim Reisen in Neukaledonien? Ab in die Kommentare damit!

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