So einfach war die Einreise schon länger nicht mehr. Denn Französisch Polynesien gehört zu Frankreich und wir reisten somit in Europa ein. Es gab am Flughafen einen speziellen Eingang für Einheimische, Europäer und Schweizer. Es war ein tolles Gefühl an der langen amerikanischen Warteschlange vorbeizulaufen. Wir waren in unter fünf Minuten durch den Zoll. Es gab kein Visa, keinen Stempel in den Pass und wir dürfen in diesem Land so lange bleiben wie wir wollen (oder bis wir kein Geld mehr haben). Bereits vor dem Zoll gab es traditionelle Musik. Zusätzlich hatten wir das Glück, dass eine grosse Reisegruppe mit typischer Marquis-Tanzshow vor dem Flughafen begrüsst wurde und wir auch zuschauen durften.

Wie alle anderen landeten wir auf der Hauptinsel Tahiti, blieben aber nur für zwei Nächte und genossen den einen Tag am Strand.

Moorea – wir sind schockverliebt!

Die Berge sind wild und grün, das Meer kitschig blau, „badewannenwarm“, voller Leben und die Strände mit weichem, weissen Sand. Da stören uns auch die einzelnen Regenfälle nicht. Yasmin geniesst die Insel aber grösstenteils für sich alleine, da Daniel mit hohem Fieber das Bett hütete. Darum mussten wir leider viele geplanten Aktivitäten auslassen. So gerne hätten wir mit einem Roller die Insel umrundet und den Belvedere Aussichtspunkt besucht oder noch lieber mitgeholfen beim Korallenpflanzen. Alleine war das Inselleben nur halb so lustig. Meisten ging es zum nahegelegenen Strand und einmal zu einem Tauchausflug. Es waren wundervolle Begegnungen mit 18 Schildkröten und einem Zitronenhai-Weibchen.

Fakarava – Der Traum für Taucher

Es war ein traumhaft hier zu tauchen. Ohne zu übertreiben, kann ich sagen, dass ich mit hundert Haien schwamm und ihnen tief in die Augen schauen konnte. Auch sonst gibt es hier viele grosse Fische (Napoleon, Zackenbarsche, Thunfische). Leider hatte ich zu wenig Mut, die Kamera bei mir zu tragen. Es gibt nur wenige Fotos:

Ganz wohl gefühlt habe ich mich nämlich nicht beim Tauchen, dass hatte nichts mit der Unterwasserwelt zu tun. Mehr machte ich mir Sorgen um Daniel, der in der Hütte zurück blieb. Er lag nun schon mehr als eine Woche krank im Bett und wollte kaum essen. Wir waren drauf und dran einen Flug richtig Heimat zu buchen, was macht das Reisen für einen Sinn, wenn wir nur im Bett liegen? Warum geben wir all unser Geld aus, wenn es uns hier schlecht geht? Das Reisen machte uns keinen Spass. Wir wissen, dass beim Reisen nicht immer alles glatt läuft. Aber irgendwie war unser Fokus nur noch auf das Schlechte gerichtet: Die bereits kranke Zeit in Galapagos und Costa Rica, wie sich Yasmin nie wohl fühlte in Lateinamerika, die gehackte Kreditkarte, Pech beim Camping in Hawaii und jetzt wo wir endlich im Paradies waren, wollte es Daniel einfach nicht besser gehen. Wir danken allen Freunden, die uns mit ihren Worten getröstet haben und für uns gebetet haben. Es machte uns Mut und wir entschieden uns, die Reise nicht abzubrechen. Daniel hat mittlerweile kein Fieber mehr. Er hat einfach keinen Appetit und öfters Bauchweh. Wir sind frühzeitig nach Auckland gereist. Das Klima ist hier europäischer und falls nötig die Ärzte ein bisschen westlicher. Wir sind dankbar für Rae und Paul, die uns ohne zu zögern aufnehmen damit wir Zeit haben wieder aufs Positive zu fokussieren und uns auszuruhen. Das bedeutet, die nächste Woche machen wir einfach mal nichts ausser Beine hochlagern und TV schauen. Danach schauen wir weiter, wohin es geht. Vielleicht zurück in den Südpazifik, weil eigentlich war es dort WUNDERSCHÖN!

Gründe fürs Dankgebet

  • Die tolle Gastfreundschaft hier in Französisch-Polynesien. Für alle, die uns beim Laufen aufgegabelt und gefahren haben. Die Familie bei der wir wohnen durften und sich liebevoll um Daniels Wohlbefinden bemüht haben. Unsere tolle Nachbarin, die mich mit zum Tauchen genommen hat.
  • Für die ärztliche Betreuung von Daniel und dass es besser wurde.
  • Danke für Linda, die uns unser vorübergehendes Zuhause in Auckland bei ihrer Familie organisiert hat und für ihre Familie, die uns hier einfach aufnimmt.

Gründe fürs Bittgebet

  • Das alle Mückenstiche, die wir trotz Schutz erhielten, harmlos bleiben.
  • Klarheit für die weitere Reise.
  • Vollständige Genesung von Daniel und dass er dann ein Weilchen gesund bleiben darf.

6 Replies to “Französisch Polynesien – Zurück nach Europa”

  1. Liebe Fröhlich‘s hoffe ihr könnt eure Reise geniessen, so schade ich hatte nie die Möglichkeit, hoffe es geht euch wieder gut. lieber gruss julia

  2. hallo ihr beide

    schade für diese welt reis wenn euch immer ab wechselend dass bett hütte muss
    dann macht es euch kein sinn mehr wir werden uns freue wieder bei uns zu haben
    in der schöne schweiz
    ich wünschen daniel ein schnelle genesung oder besser gesagt gute besserung
    ich hab euch lieb ovi

      1. manchmal geht es halt nicht wie man sich das vorstellt hat. Wir haben uns oft im Flugzeug erkältet aber nach ein paar Tagen ging es meistens wieder. Aber ich hoffe ihr könnt nochmals nach FP reisen, bei uns dauerte es auch 30 Jahre bis zum 2. Besuch dann aber gleich 9x in Folge, kommen einfach nicht davon los. Danke für den tollen Bericht und die Fotos.

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