Planungstage in Nadi

In Noumea hat das kurzfristige Planen überhaupt nicht geklappt. Als wir diesen relativ günstigen Flug nach Fidschi  fanden, waren wir doch einen Moment unsicher. Denn hier legt gefühlt jeder Backpacker ein Stopp ein, der zwischen Ozeanien und dem Amerikanischen Kontinent reist. Da gäbe es ganz viele andere Südsee-Inseln, die ruhiger und weniger bereist wären. Aber die Wahrscheinlichkeit an einem solch unberührten Ort wieder keine Unterkünfte zu finden, war uns zu gross. Zusätzlich ist uns seit Tahiti wichtig zu wissen, dass im Ernstfall eine ärztliche Hilfe nahe ist (ja wir sind echt geprägt) und wir vermuteten, dass das in einer Backpacker-Destination eher der Fall wäre. In Nadi angekommen, checkten wir in einem Hostel mit Reisebüro ein. Die beste Idee überhaupt. Innerhalb von wenigen Stunden hatten wir unsere dreiwöchige Rundreise geplant und gebucht.

Die restlichen zwei Tage im Touristenörtchen, verbrachten wir im Pool oder auf der Hängematte. Übrigens Fidschi hat zwei Städte, Suva als Hauptstadt und Lautoka. Nadi gehört scheinbar nicht dazu, das sei nur für Touristen.

Während dieser Zeit war das Diwali. Ein Fest des Lichts. Überall waren Lichterketten aufgehängt und das ganze Wochenende gab es Feuerwerk. Es ist ein Fest, dass die eingewanderten Inder feiern. Viele davon kamen, um Zuckerrohr anzubauen. Das Land hat ihnen so gut gefallen, da blieben sie gleich für immer. Auf der Lichter-Tour mit unserem Hostel sammelten wir Süssigkeiten, bis wir von einer Familie eingeladen wurden, uns dazuzusetzen. Es gab Kava, ein Getränk aus einer Wurzel, das nur ein bisschen den Kopf benebelt, Naanbrote mit verschiedener Füllung und logischerweise noch mehr exotische Süssigkeiten.

Island-Hopping mit dem Yasawa-Flyer

Die Yasawa-Inseln sind eine Inselgruppe westlich von Nadi. Der Yasawa-Flyer tukkert einmal alle Inseln ab und bei jeder Unterkunft, steigen Reisende ein und aus. Das Hotel empfängt dich im tieferen Gewässer mit einem kleinen Boot und nimmt dich mit ins tropische Inselleben. Wir buchten eine Tour für drei verschiedene Inseln:

Das Homestay in Wayalailai

Die ersten beide Nächte verbrachten wir in einem Dorf mit der Familie. Wir erhofften uns damit, einen tieferen Einblick in die Kultur und in eine Dorfgemeinschaft. Von jedem wurden wir mit freundlichen ‚Bulas‘ (=Hallo) willkommen geheissen. Den Strand teilten wir nur mit zwei anderen Gästen und das Meer war angenehm warm. Wir hatten ein gemütliches Zimmer, sogar mit eigenem Badezimmer. Die Familie hat echt lecker gekocht, teilweise mit Reis und Gemüse oder auch exotischer wie mit der Brotfrucht. Die sieht aus wie eine riesige grüne Litschi, hat aber die Konsistenz und den Geschmack einer Kartoffel. Während unseres Aufenthalts dort fühlten wir uns als Besucher: Wir assen am Tisch gemeinsam mit den beiden anderen Touristen, während die Familie immer nach uns am Boden sitzend ass. Häufig hiess es, jetzt könnt ihr Spazieren gehen und wir verbrachten die Tage am Strand. So war unser Einblick in ihren Dorfalltag leider eher klein.

Einmal gingen wir auf Schnorcheltour zu den Riffhaien. Die Haie waren sich die Show gewohnt und blieben lange vor Ort, in der Hoffnung einen Leckerbissen von unseren Guides zu bekommen. Nachdem wir etwa eine Stunde mit den Tieren geschwommen sind, war es Zeit wieder zurückzugehen. Dabei war es so friedlich schön, dass wir noch Stunden im Wasser hätten verbringen können.

Kokosnüsse von Mister Coconut

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in einem einfachen Resort. Mit Gesang und Gitarre wurden wir herzlich begrüsst. Schon auf dem kleinen Hotelboot schlossen wir Freundschaften mit anderen Reisenden und die ganze Atmosphäre war einfach einladend. In den Hotelanlagen, war jeweils ein Entertainer angestellt und hier im Korovu Resort hatte Abo richtig Freude an seinem Job. Direkt nach dem Mittagessen zeigte er uns, wie er Palmen hochklettern kann und dann kopfüber fast wie ein Gecko runterrutscht. Mit frisch gepflückten Kokosnüssen in der Hand genossen wir den restlichen sonnigen Nachmittag. Auch abends sorgte er für gute Stimmung mit seinen Tanzshows.

Diesen Ort haben wir uns ausgesucht, weil Schnorcheln mit Mantas angeboten wird. Die Saison dauert bis Ende Oktober und somit waren wir nur einen Tag danach da. Hoffnungsvoll stiegen wir trotzdem ins kleine Boot. Scheinbar wussten die Mantas nicht, das der November begonnen hat. Majästetisch schwammen Sie die Strömung auf und ab. Wir wurden dagegen davon mitgerissen und der Kaptän hatte alle Hände voll zu tun, die Touristen am Ende des Kanals einzusammeln und wieder bei den Mantas abzuladen. Ich konnte nicht genug von den Unterwasserwesen kriegen, so dass ich bei jedem Einsteigen ins Boot rief ‚Please, one more time!‘. Als dann bei der vierten Runde keine Mantas mehr da waren,  war auch ich bereit den Rückweg anzutreten.

Den Nachmittag verbrachten wir damit, Abo nach den unterschiedlichen Früchten auszufragen. Wusstet ihr etwa, dass es verschiedene Sorten von Kokosnüssen gibt? Auf dieser Insel war es eine grüne, eine orange und eine bräunliche. Die braune Nuss in unseren Supermärkten, sei einfach schon alt und geschält. An diesem Tag haben wir alles vorhandene probiert und geknackt. Das gleiche gilt für die Mango. Da konnten wir zwei Sorten probieren, hier isst man die gleich mit der Schale. Abo kletterte auf so viele Bäume, dass wir ihm den Namen Mister Coconut gegeben haben.

Wolkige Aussichten

Bereits bei der Ankunft in der letzten Unterkunft auf den Yasawa Inseln war es wolkig und windig. So blieb es auch die restliche Zeit. Da hatten wir wenig Freude, ins Wasser zu gehen. Wir entschieden uns, bei diesen kalten 25°C die Insel zu Fuss zu erkunden. Zugegeben, es gab das Gerücht, dass auf der anderen Seite der Insel WiFi gibt und da es im Buchungsprozess unserer nächsten Destination Probleme gab, war das schon verlockend. An den Stränden sahen wir immer wieder dieses schwarze Gestein. In Tonga war vor knapp einem Monat ein Vulkan ausgebrochen, das Meer trägt bis jetzt noch die Überreste nach Fidschi. Von oben sieht das echt düster aus.

yasawa_aussicht

Bevor wir zurück auf die Hauptinsel reisen, fuhr das kleine Boot ging zu einer Unterwasserhöhle. Etwa drei Sekunden musste man durch eine Felsspalte tauchen, damit man dahinter in völliger Dunkelheit wieder auftaucht. Zum Glück hatte der Guide eine riesige Taschenlampe dabei!

Dann ging es in vier Stunden zurück zur Hauptinsel. Aber dank guter Gesellschaft, verging die Zeit im Nu. Grüsse an 2travel.de (unbezahlte Werbung).

yasawa_hoehle_2

Die Zeit in Fidschi ist aber noch lange nicht vorbei. Im nächsten Blog erzählen wir dir, was für abenteuerliche Wildtier Begegnungen wir noch hatten und was uns in den nächsten Monaten erwartet. Wir sind froh, um eine kurze Rückmeldung. Magst du lieber Beiträge in dieser Länge, dafür mehrere hintereinander oder einen dreimal so langen und dafür seltener?

9 Replies to “Spontanes Reisen in Fidschi – dabei hatten wir doch das Land von unserer Route gestrichen – Part 1”

  1. hallo yasmin daniel

    so wie ich sehen auf fotos das er wieder an hamstern ist und das schipo wieder tolle fotos gemacht und haben ein paar gespeichertich hoffe das euch gut geht ich wunschen euch beide schöne zeit
    ich hab euch beide lieb liebe grüss ovi

  2. Wenn man Zeit hat, ist ein langer Beitrag kein Problem. Ansonsten kann man ihn sich ja auch selbst ein bisschen einteilen.
    Auf alle Fälle bin ich über jeden Beitrag froh und bin jeweils gespannt zu lesen, was ihr so erlebt habt 🙂

    1. Liebe Ramon
      So schön, schriibsch du üs da! 😀 Wär jo schad, wenn d’Hälfti vom Blogbiitrag nöd glese wird, will er z’lang isch. Demfall wird jetzt eiifach ä paar cho. Will mir so viiel z’verzelle hend vom Südpazifik 😛 Herzlichi Umarmig <3

  3. Liebe Yasmin ich lese gerne mit, wann auch immer ihr Lust habt einen Blog zu schreiben…An vielen Orten waren wir letztes Jahr auch und so kann ich mich dank euren Berichten wieder an diese Orte zurückversetzen . Die Purzelbaum schlagenden Mantas auf den Yasawa-Inseln sind ein bleibendes Erlebnis.

  4. Ihr Lieben!
    Herzlichen Dank für den tollen Bericht mit den wunderschönen Bilder.
    Nur weiter so. Wir freuen uns auf jedes Lebenszeichen von euch.
    Liebe Grüsse
    Ma&Pa

  5. Hallo Ihr Lieben

    Wieder so viele schöne Bilder und ein spanender Bericht. Freue mich jedesmal wenn wieder ein Bolgbeitrag kommt und lese sie sehr gerne. Die Länge ist i.o für mich. Es öffnet einem die Augen für die Schönheit der Welt.

    Liebe Grüsse
    Daniel Winteler

    1. Hallo Daniel
      Danke für dein liebes Feedback! Da wir im Südpazifik kaum Internet hatten, werden jetzt einige Bilder und Geschichten kommen. Dann bleiben wir aber bei den kürzeren Texten und erzählen nicht alles auf einmal. Liebe Grüsse senden wir dir!

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