Camping in Hawaii war ganz anders, als es wir uns vorgestellt hatten. Auch fanden wir online nur wenig Informationen dazu und es schien uns unglaublich kompliziert mit den Campingplätzen. Deshalb entstand dieser Text.

Knapp drei Wochen verbrachten wir mit Dachzelt oder Campervans auf drei verschiedenen Inseln. Unsere Tipps und Tricks haben wir versucht zu ordnen.

Was dich in diesem Bericht erwartet:

  1. Vorteile von Camping in Hawaii
  2. Allgemeiner Zustand der Campingplätze
  3. Unterschiedliche Arten von Zeltplätzen mit unterschiedlichen Anmeldevorschriften
  4. Besuchte Campingplätze…
    • …in Maui
    • …in Kauai
    • …in Oahu
  5. Packliste fürs Camperleben

1. Vorteile von Camping in Hawaii

dachzelt_waianapanapa

Der offensichtlichste Vorteile liegt im Budget. Wer mit Zelt unterwegs ist, erspart sich teure Unterkünfte. Im Walmart kannst du dich ausstatten. Ob das Mieten von Camper wirklich budgetschonend war, bezweifeln wir mittlerweile.

Du erlebst die Natur intensiver. Häufig baust du dein Nachtlager in der Nähe des Strandes auf und hörst beim Einschlafen das Meer rauschen.

Du erlebst Zweisamkeit auf dem höchstem Niveau. Zeltplätze sind eher abseits des grossen Touristenstroms und häufig teilst du den Ort nur mit wenig anderen. Ausserdem sind die Duschen oft unter freiem Himmel und gemeinsames Duschen ist alltäglich. Okay, stell dir das nicht zu romantisch vor, die wenigen Nachbarn schauen zu.

camping_polihale

Du triffst ganz andere Camper. Alle sind freundlich und hilfsbereit. Kaffee, Früchte und Gas zum Kochen werden brüderlich geteilt. Ebenso gibt es oft einen regen Austausch über Reisetipps und Sehenswürdigkeiten.

2. Allgemeiner Zustand der Campingplätze

Camping in Hawaii ist das Gegenteil von luxuriös. Oft war das Motto ‚Augen zu und durch‘. Sei dies bei den kalten Outdoor-Duschen oder auf dreckigen WC.

Am Abend wird es sehr schnell dunkel und die Mücken kommen. Wir gingen oft früh schlafen, denn beim Sonnenaufgang wurden wir sowieso meistens geweckt. Ausserdem gibt es überall Hühner und Hähne. Die machen früh morgens eine menge Krach.

3. Unterschiedliche Arten von Zeltplätzen mit unterschiedlichen Anmeldevorschriften:

State Parks: Diese Campingplätze gehören dem Staat. Du brauchst eine Erlaubnis (Permit), um dort zelten zu dürfen. Diese kannst du online beantragen.

County Park: Diese Camping gehören der Ortschaft. Du brauchst ebenso, eine Erlaubnis. Diese können aber weder online noch auf dem Platz erworben werden. Du musst zu einer „Camping Permit Location“ gehen. Deshalb haben wir diese Variante nie gemacht.

Private Camping: Diese Campingplätze haben eine Rezeption und Telefonnummer. Man kann ganz einfach reservieren. Spontan vorbei sind wir nicht, hätte aber gut geklappt ausser in Oahu.

Wild Campen ist in Hawaii verboten. Wir fanden zwei Plätze, an denen es möglich war, ohne Permit zu campen. Sie sind bei den Campingplätzen aufgelistet. Wir haben es auch andernorts probiert, wurden aber von der Polizei weggeschickt.

4. Besuchte Campingplätze…

…in Maui

panorama_schwarzer_strand

Waianapanapa State Park: Der Campingplatz liegt wunderschön oberhalb des Black Beach. Die Strasse von Hana führt dorthin. Das Permit erhältst du hier online. Jeden Abend kommt ein Guard und überprüft die Permits. Er schliesst um ca. 18:00 Uhr das Tor, aber man kann es wieder aufstossen. Die Dusche ist Outdoor und kalt. Die Toiletten sauber. Es hat viele Tagestouristen und wird abends ruhiger.
Kosten: 20 Franken pro Nacht

Wild Campen an der Strasse nach Lahaina: Dieser Platz liegt direkt neben der Hauptstrasse, welche auch in der Nacht gut befahren ist. Es gibt immer andere Zelte hier und kann nicht verpasst werden. Es hat Toitoi-Toiletten, aber keine Dusche.
Kosten: 0 Franken (dafür etwas Lärm von der Strasse)

Olowalu Private Camping: Von allen Campingplätzen, war das unser liebster. Es gibt warme Duschen mit Kabinen ohne Dach. Aber das warme Duschen unter dem Sternenhimmel war grossartig. Die Anlage ist sehr saubere und das Personal freundlich. Die Tore sind jederzeit geöffnet. Der Strand direkt vor der Türe. Das alles hat aber seinen Preis.
Kosten: 20$ pro Person pro Nacht

….in Kauai

sonnenuntergang_polihale_6

Polihale State Park: Es handelt sich dabei um einen mehreren Kilometer langen Strand. Die Strasse ist voller Schlaglöcher. Wir stellten unser Auto einfach irgendwo ab. Es kommt niemand, der das Permit überprüft, welches hier erworben werden kann. Die Duschen sind Outdoor, die Toiletten werden einmal morgens gereinigt. Es ist der sonnigste Ort in ganz Kauai.
Kosten: 20$ pro Nacht

Kuma Anahola Private Camping: Der Campingsplatz liegt direkt am Meer. Es gibt je eine Dusche für Männer und Frauen. Die Frauenseite war eher schmutzig. Es gibt warme Duschen, wobei Yasmin die Wahl zwischen verbrennen und trotzdem kalt duschen hatte. Daniel hatte keine Probleme.
Kosten: 25$ pro Nacht

Anini Beach Park (County): Wir wollten sehr gerne dort campen, doch das Wetter war zu regnerisch. Trotzdem schreiben wir ihn hier auf. Er wurde uns wärmstens von Locals empfohlen. Mehr Informationen findest du hier.
Kosten: 3$ pro Person und Nacht

…in Oahu

Mokulei: Dieser Camping ist klein und fein. Die Toiletten sind neu und sauber. Die Duschen sind in Kabinen, aber kalt. Das Personal ist sehr freundlich. Das Tor schliesst um 18:00 Uhr. Du kannst es aber mit einem Code öffnen.
Kosten: 10$ pro Nacht pro Person

Maekahana Beach Campsite: Der Campingplatz ist riesig und man hat eine grosse Fläche für sich selber. Die Duschen sind kalt und Outdoor. Die WC sauber, wir erlebten aber oft, dass das WC Papier ausgegangen ist.
Kosten: 10$ pro Person pro Nacht

panorama_strand_oahu

Wichtiger Hinweis: in Oahu ist bei allen State Parks das Campen im Auto verboten!

5. Packliste fürs Camperleben

Camping Ausrüstung

  • Zelt/Campervan
  • Decken/Schlafsack
  • Gaskocher
  • Gasreserve
  • Campinggeschirr
  • Kochgeschirr
  • Abwaschmittel
  • Abwaschtuch
  • Schwamm
  • Tisch
  • Stühle
  • Kühltruhe

Persönliche Ausrüstung

  • Kleidung (Badehose nicht vergessen ;-))
  • Flipflops und feste Schuhe
  • Badetuch
  • Sonnencreme
  • Insektenschutz

Nützliche Gadgets

  • Taschenlampe (es wird früh dunkel)
  • WC Papier
  • Autoadapter für Strom
  • Externe Akkus
  • Offline Karten
  • genügend Wasser
  • Kugelschreiber
  • Alle Permits müssen ausgedrückt sein

-> Diese Liste ist bestimmt nicht vollständig.

Wenn du mehr über unsere Erlebnisse in Hawaii erfahren möchtest, klicke einen der nachfolgenden Berichte an:

2 Replies to “Tipps zu Camping in Hawaii”

  1. Hallo ihr beiden,
    vielen Dank für eure Tipps für Camping auf Hawaii! Für uns geht es in einer Woche nach nach Oahu und Kauai! Den Mietwagen haben wir schon, bei Walmart kaufen wir uns dann das Equipment. Die Campingsituation klingt etwas kompliziert, da helfen uns eure Tipps sehr! Wie sicher habt ihr euch auf den Camps gefühlt? Wir haben gelesen, dass dort auch viele Obdachlose sind und oft Autos aufgebrochen werden.
    Liebe Grüße aus Vancouver, Tobi und Imke

    1. Hallo Imke und Tobi
      Danke für euer liebes Feedback! So schön konnte unser Bericht euch helfen. In Oahu sind wir nur auf Privatplätzen gewesen, da wir im Dachzelt schliefen und die sonst nicht erwünscht waren. In Kauai schliefen wir wetterbedingt ausschliesslich bei Polihale State Park. Das ist sehr abgelegen und deshalb hatten wir jetzt nie viele Obdachlose gesehen. Dementsprechend hatten wir keinen Grund uns unsicher zu fühlen. Wir hatten unsere Wertsachen häufig eingeschlossen, bzw. mit Decken zugedeckt. So dass nicht gerade ersichtlich war, was alles dabei ist. Grundsätzlich gilt überall, dass das Auto kein Safe ist. Wir hatten Gott sei Dank keine Probleme.
      Wir wünschen euch eine tolle Zeit in Hawaii! Liebe Grüsse aus Fidschi, Daniel und Yasmin

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