Es gibt schon einige Blogs, die Vor- und Nachtteile beim Abmelden der Schweiz aufzählen und wie das ganze theoretisch abläuft. Unser Blog soll deshalb ein bisschen anders sein. Wir berichten einfach von unseren Erlebnisse, wie wir diese Zeit der Vorbereitung und insbesondere der Abmeldung erlebt haben. Vielleicht gibt das dem ein oder anderen Mut, ebenfalls diesen Schritt zu wagen. Er ist gar nicht so unmachbar, wie es scheint. Wenn du trotzdem Fragen hast, wie das ganze abläuft und warum wir das ganze Prozedere überhaupt durchgemacht haben, dann melde dich!

Bereits zwei Jahre vor der Abreise war uns klar, dass wir keine andere Wahl haben werden, als uns in der Schweiz abzumelden. Daniel ist militärpflichtig. Einen WK kann man leicht mit Urlaubsgesuch verschieben, aber damit er auch vom obligatorische Schiessen befreit ist, braucht das Militär den Beweis für seine Abwesenheit durch die Abmeldebestätigung.

Also riefen wir genug früh bei der Gemeinde an, und zwar ganze ZEHN Monate vor unserer Abreise. Unser Anliegen war ganz klar, wir brauchen eine Abmeldebestätigung für Versicherungen, Verträge und Militär. Eine nette Frau hat uns das Prozedere geduldig erklärt. Wir müssen unsere Steuern vorzeitig begleichen und jemanden die Vollmacht zuschreiben für allfälligen Nachzahlungen. Ebenfalls müssen wir eine Nachsende-Adresse hinterlassen. Sobald das mit den Steuern erledigt ist, würde sie uns die Abmeldebestätigung geben mit dem Datum der Abreise. Sie hat uns empfohlen, dann im Herbst einen Termin für die Abmeldung zu vereinbaren. Denkt daran, unsere Reise beginnt im Winter. Einfach genial, hier muss man die Abmeldung nicht so spät wie möglich machen! So haben nach der Abmeldung wir genug Zeit, uns um den restlichen Kram zu kümmern. Denn danach steht viel Anderes an: Versicherungen (Hausrat, Krankenkasse, Haftpflicht, …) künden, Banken abklären, Meldung ans Militär, Abonnemente künden, …

Sobald der heisse Sommer vorüber war und die ersten Blätter sich verfärben, riefen wir wieder an. Wir hofften, dass schon genug spät war, um die Abmeldung in die Wege zu leiten. Die Frau hat uns noch einmal auf November vertröstet. Okay, vielleicht sind wir ein klein wenig ungeduldig. Aber November ist immer noch zwei Monate vor Abreise. Genügend Zeit für all den organisatorischen Kram!

Dann kam eine hektische Zeit. Von anderen Weltreisenden erfuhren wir, dass die Abmeldung bei der Gemeinde nicht ganz so einfach ist. Die Beamtin hat uns doch tatsächlich falsch informiert. Wir telefonierten noch einmal mit ihr und fragten konkret nach, ob wir mit dieser Abmeldung uns auch wirklich von der Krankenkasse abmelden könnten und auf einmal verneinte sie uns das! Man bräuche dazu eine Domiziladresse im Ausland. Ebenso das Departement Gesundheit von Zürich bestätigte ihre revidierte Aussage. Wir telefonierten und änderten unsere Schweizer Krankenkasse, damit sie das Ausland deckt, für denn Fall, dass wir tatsächlich nicht ausserordentlich künden können. Aber wir gaben noch nicht auf.

Endlich kam der November und wir gingen aufs Amt für die Abmeldung. Auf die Frage „Wohin“ wir gehen, gaben wir unser erstes Reiseland an. Als Adresse nahmen Sie unseren ersten Übernachtungsort an und ohne Problem wurden wir zu Auslandsschweizern.

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